Kindertheater „Tatüt“

Piratenspaß mit Seegang und Goldtalern

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Die Pi-Ratte Flabs stellt sich an der Hand von Yvonne Vogel dem Publikum vor und bringt den begeisterten Zuschauern bei, wie echte Piraten zu fluchen.  

Groß-Zimmern - „Ahoi, ihr Leichtmatrosen!“, hieß es am Sonntagvormittag im Glöckelchen beim Theaterstück „Die Flaschenpost“ der Kindertheatertruppe „Tatüt“. Von Julia Glaser 

Rund 60 Zuschauer amüsierten sich bei der liebevoll inszenierten Geschichte über den Leichtmatrosen Hein Mück und das Piratenmädchen Fibs. Wie sie es geschafft hat, Pirat zu werden, erfuhren Groß und Klein während der etwa 50-minütigen Vorstellung. Können Mädchen überhaupt Piraten werden? Natürlich! Ihre drei Piratenprüfungen bestand Fibs mit Bravour – mit Hilfe von Pi-Ratte Flabs, die ihr mit Rat und Tat zur Seite stand. Dabei waren die Kinder und Erwachsenen auch immer wieder Teil des Stücks: Sie schaukelten hin und her wenn Hein vor lauter Heimweh nach der See etwas Wellengang nötig hatte, oder lernten von Flabs waschechte Piratenflüche, die sofort ausprobiert wurden. Auch Musik spielte eine wichtige Rolle in der „Flaschenpost“.

Wenn Hein seine Gitarre zückte oder Fibs das „Piratenklavier“ (Miniakkordeon), hörten alle gespannt zu, was Leichtmatrose und Piratenmädchen zu erzählen hatten.

Mehr Informationen gibt es im Internet.

Am Ende gab es selbstverständlich auch noch einen Schatz, wie es sich für jede gute Piratengeschichte gehört. Fibs entschied sich dann aber doch, lieber zurück nach Hause zu ihrer Mutter zu gehen, und das Piratendasein an den Nagel zu hängen. „Wer will schon sein Leben lang schimmeligen Schiffszwieback essen, wenn es daheim doch so leckere Kartoffelpuffer gibt?“ Deshalb verteilte sie ihre Goldmünzen an die Kinder, die sich über den glänzenden Schokoschatz freuten und mit glücklichen Gesichtern den Saal verließen.

Freude über viele Zuschauer

So auch Leon und Eileen, beide sechs Jahre alt. Was ihnen am besten gefallen hat? „Alles“, waren sie sich einig. Auch vor dem Klaubautermann, der doch eigentlich so gruselig war, haben sie sich kein bisschen gefürchtet.

Die „Zwei aus der Tüte“, Yvonne Vogel und Jens Horn, freuten sich über die vielen Zuschauer. Die Räumlichkeiten, die sie früher für ihre Kindertheaterstücke genutzt hatten, sind nicht mehr verfügbar. Zusammen mit dem Glöckelchenverein kamen sie auf Idee, ihre Stücke nun im Groß-Zimmerner Kulturzentrum aufzuführen. Bekannt sind Vogel und Horn hier schon länger: Seit mehr als 15 Jahren treten sie regelmäßig mit dem Programm „Cabaret Paris“ im Sommer in Groß-Zimmern auf. Mit „Tatüt“ sind sie bereits seit elf Jahren auf Tour.

Das nächste Mal „Tatüt“ in Groß-Zimmern gibt es am 16. Februar ab 11 Uhr, wieder im Glöckelchen. Dann heißt das Stück „Das H in der Suppe – eine buchstäbliche Detektivgeschichte“. Karten gibt es bei Schreibwaren Hesse, unter www.gloeckelchen.de oder direkt bei „Tatüt“, unter 06164 913871 und theaterausdertuete@gmx.de. Die mobile Kindertheatertruppe lässt sich gerne auch für Kindergärten oder Grundschulen mieten.

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