Kirche fit für die Zukunft machen

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Temperamentvoller Auftakt des Neujahrsempfangs der Pfarrgemeinden St. Bartholomäus: Die „Kantorinnen“ begeisterten mit einem Ständchen.

Groß-Zimmern (ula) ‐ „Danke an all die Menschen die sich dafür einsetzen, dass wir eine lebendige Gemeinde sind“, sagte Waldtraud Emich, Pfarrgemeinderatsvorsitzende in Groß-Zimmern, zu beginn ihrer Neujahrsrede. Von Ursula Friedrich

Im Pfarrgemeindehaus hieß es sprichwörtlich zusammenrücken, denn die Gäste erschienen in Scharen zum Neujahrsempfang der Pfarrgemeinde St. Bartholomäus. Von der lebendigen Gemeinde gab es sogleich auch eine tolle Kostprobe: Die Kantorinnen eröffneten mit einem herzerfrischenden Ständchen die Feier zum Jahresauftakt.

Wohin wird das Kirchenschiff im neuen Jahr treiben? Viele sitzen mit im Boot, um die Richtung zu halten und Tempo vorzulegen: Ein Gemeindeberaterteam aus dem Bistum Mainz will die Pfarreien unterstützen, um „unsere Kirche fit für die Zukunft zu machen“, so Waldtraud Emich. In diesem Zusammenhang soll es auch einen neuen Internetauftritt der Katholischen Pfarrgemeinde geben, der 3896 Christen in Groß-Zimmern und 673 Katholiken in Klein-Zimmern angehören.

Ideenwettbewerb soll Aufschluss über neue Orgel geben

Bald neu: Die Internetseite von St. Bartholomäus.

Zu den größten finanziellen Herausforderungen 2010 gehört die Anschaffung einer neuen Orgel. „Wir rechnen mit einem sechsstelligen Betrag“, so die Pfarrgemeinderatsvorsitzende. In dieser besonderen Angelegenheit gründete sich 2009 der Orgelverein, dessen rühriges Engagement dazu führte, dass ein rund 50 000 Euro starker Grundstock für das neue Instrument angespart werden konnte.

Der Vereinsvorsitzende Dr. Manfred Göbel nutzte den Neujahrsempfang, um weiterhin die Werbetrommel zu rühren. Und geizte nicht mit pfiffigen Ideen: Spender erhalten künftig eine Mini-Drehorgel für die Hosentasche, wer zwei besitzt „kann einen Kanon leiern“, flaxte Göbel. Derzeit würde ein Ideenwettbewerb unter den Orgelbauern initiiert, um zu prüfen, welche Orgel in das Gotteshaus passt und was das kostet.

„Alles war so wie immer“

Zum Jahresauftakt waren auch die Sternensinger der Gemeinde sehr tüchtig und sorgten mit ihrem Segen für Spenden in Höhe von rund 4 000 Euro – diese Summe fließt allerdings nicht in die Gemeindekasse, sondern in Projekte des Kindermissionswerks im Senegal.

Alles war so wie immer“, so die Bilanz Emichs zum zurückliegenden Jahr, „im Kindergarten wurde gute Arbeit geleistet, Pfarrer und Messdiener hatten saubere Gewänder, es gab Konzerte mit musikalischen Gruppen, einen neuen Liturgiekreis, das Pfarrfest, Wallfahrten, Prozessionen und verlässliche Gottesdienste…“ - die Liste der Aktivitäten aus dem Vorjahr war lang.

Alles war wie immer, und doch Zeugnis eines lebendigen Gemeindelebens, so das dankbare Fazit der Vorsitzenden: „Viele Dinge passieren ganz nebenbei im Stillen – aber sie sind nicht selbstverständlich.“

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