Roswitha Rudolph gibt Vorsitz nach 17 Jahren ab

Kirchenchor St. Cäcilia mit neuem Vorstand

Der neue Vorstand des katholischen Kirchenchors St. Cäcilia. Von links: Gisela Blome, Agnes Geiß, Fritz Nolden, Christel Schreiber, Barbara Wörtche, Franz Mayer, Anita Blank, Anina Partscht und als oberster geistlicher Chef, Pfarrer Christian Rauch. Foto: Bernauer

Groß-Zimmern - Fast eine Ära ist beim katholischen Kirchenchor „St. Cäcilia“kürzlich bei der Jahreshauptversammlung des Gesangvereins im Pfarrzentrum zu Ende gegangen. Von Ulrike Bernauer

Nach 17 Jahren hat Roswitha Rudolph ihr Amt als erste Vorsitzende aufgegeben und will nun ein wenig kürzer treten (Bericht folgt).

Gewählt wurde nun nicht eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger, sondern gleich ein komplett neuer, vierköpfiger Vorstand. Chorleiterin Barbara Wörtche, Fritz Nolden, Anina Partscht und Christel Schreiber teilen sich nun den Job, den Rudolph vorher alleine versah.

Einen wahren Wahlmarathon erledigten die Sänger am vergangenen Freitag. Neben dem Viererteam, das künftig die wichtigsten Entscheidungen treffen wird, wurden noch Gisela Blome und Agnes Geiß als Schriftführerinnen und Anita Blank sowie Franz Mayer als Rechner gewählt. Den bisher genannten Damen und Herren stehen noch vier Notenwarte und ein Vergnügungsausschuss hilfreich zur Seite. Auch bei diesen beiden Posten gab es zahlreiche Veränderungen.

109 Mitglieder zählt St. Cäcilia zur Zeit, davon sind 47 aktive Sänger. Ein gewaltiges Programm absolviert die Sängerschar jedes Jahr. „Die Hauptaufgabe unseres Chores besteht in erster Linie in der gesanglichen Mitgestaltung der Messfeier und der kirchlichen Feste“, erklärte Rudolph in ihrem letzten Rechenschaftsbericht.

Verteilt über drei Jahre sang der Kirchenchor bei 27 Gottesdiensten, drei Maien-Andachten, drei Adventskonzerten, beim Volkstrauertag und bei der Einführung der indischen Schwestern. Hinzu kamen Auftritte bei goldenen Hochzeiten oder zum 80. Geburtstag des Eppertshäuser Kirchenchores.

Ein besonderes Erlebnis für die Chormitglieder war im Oktober 2010 das kirchenmusikalische Konzert aller musikalischen Verbände der Kirchengemeinde.

Die Gruppe betätigte sich jedoch nicht nur beim Singen, sondern trat auch in den Orgelförderverein ein. Bei drei größeren Ausflügen erkundeten die Chormitglieder die Mainschleife bei Volkach, die Pfalz bei Bergzabern und die Burg Waldeck am Edersee. Drei Theaterabende ergänzten das gesellige Programm, bei drei närrischen Singstunden wurde die Fastnacht gefeiert. Im Jahr 2010 beteiligten sich die Sänger mit Erfolg als stumme Bartholomäus-Vielharmoniker bei der Pfarrfastnacht.

Zum Schluss ihres Berichtes bedankte sich die scheidende Vorsitzende Rudolph für die langjährige gute Zusammenarbeit mit ihren Vorstandskollegen. „Ich wünsche mir für die Zukunft, dass wir in der Gemeinschaft stark bleiben und dass neue Sänger den Weg zu uns finden.“ Eine Verbesserung des Leistungsstandes des Chores stellte Chorleiterin Barbara Wörtche fest. Die Dirigentin freute sich, dass man in den letzten drei Jahren zehn neue Sänger gewonnen habe, bedauerte aber, dass die ganz Jungen, die 20- bis 30-Jährigen, noch nicht darunter waren. Um diese Altersgruppe für den Chor zu interessieren, plane sie künftig auch zeitlich begrenzte Projekte.

Ansonsten müssen sich auch die altgedienten Sänger auf Neuerungen einstellen. In den Proben werde immer mal wieder in neuen Gruppen gesungen, die Sitzordnung angepasst, aber auch Phrasen geübt. „Wir werden neue Lieder lernen, aber auch die alten wiederholen.“

Ein Konzert zusammen mit den Kantorinnen und dem Kinderchor kündigte Wörtche ebenfalls an.

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