40 Jahre alte Einrichtung soll wachsen

Kita-Anbau nimmt Formen an

+
Der Grundriss von der Blumenstraße aus gesehen: Der Kita-Anbau (rechts) hat neben dem Gruppen- einen Ruhe- und einen Speiseraum. Außerdem gibt es für den U3-Bereich eine Küche, Toiletten und separate Eingänge.

Groß-Zimmern - Im Haushalt 2016 waren Planungskosten für einen Anbau an die Kita Blumenstraße in Klein-Zimmern veranschlagt. Am Montag hat das Architekturbüro Hacker und Zimmer nun den Entwurf im Fachausschuss vorgestellt. Von Gudrun Fritsch

Vor 40 Jahren wurde in der damals noch eigenständigen Gemeinde Klein-Zimmern der Kindergarten Blumenstraße gebaut. Damals wurden die Kinder nur am Vormittag betreut, gegessen wurde zu Hause. Diese Zeiten haben sich längst geändert. Inzwischen platzt die Einrichtung aus den Nähten. Rund 30 Kinder bleiben bis zum späten Nachmittag und natürlich essen sie hier auch zu Mittag. Auch im kleineren Ortsteil Groß-Zimmerns gibt es heute einen hohen Bedarf an Betreuungsplätzen für unter Dreijährige (U 3). Ein fester Anbau soll nun anstelle des Containers gebaut werden, der seit einigen Jahren ergänzend an der Nordseite des Kindergartens steht. Für eine U 3-Gruppe sind ein Ruhe und ein Gruppenraum zur Gartenseite hin geplant. An der Straßenfront sollen ein Essraum und eine Küche hinzukommen und am Übergang zum bestehenden Gebäude ein Waschraum mit Toiletten sowie ein Büro für die Erzieherinnen. Architekt Jürgen Zimmer präsentierte den Ausschussmitgliedern unterschiedliche Ansichten des geplanten Gebäudes und beantwortete Fragen.

Zunächst beschrieb Bürgermeister Achim Grimm, was in den vergangenen Monaten geschehen war. Mit der Kita- Fachaufsicht habe man das Raumkonzept besprochen, außerdem mussten die besonderen Anforderungen für die Betriebserlaubnis zur Betreuung der U 3-Kinder berücksichtigt werden. Janek Gola (ZiLi) wollte wissen, warum für den Anbau ein Flachdach geplant sei. „Der Neubau reicht bis an den Grundstücksrand und bei einem Satteldach gäbe es eine fallende Traufe“, erklärte der Planer.

Ein Problem wird die Unterbringung der Kinder während der rund einjährigen Bauzeit sein. „Wir hoffen auf die Unterstützung durch die Geißbergschule und die Feuerwehr“, sagte Grimm. Im Haushaltsplan 2017 waren die Kosten zunächst mit 440 000 Euro veranschlagt, jetzt hat der Gemeindevorstand beantragt, diesen Posten auf 620 000 Euro zu erhöhen. Auf Nachfrage von Christian Hader (SPD) erklärte Grimm: „Die erste Zahl war eine Schätzung. Jetzt liegt eine konkrete Kalkulation vor.“ Die Politiker werden nun über den Plan diskutieren. Die Gemeindevertretung soll in der Sitzung am 14. Februar 2017 mögliche Änderungen und den Entwurf beschließen. Im Haushalt soll die Position mit einem Sperrvermerk versehen werden.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare