Kita wird zum Familienzentrum

Christiane Hucke (MGH Groß-Zimmern des Diakonischen Werk, links) und Renate Göbel (Kreisbündnis für Familie im Landkreis Darmstadt-Dieburg) beim Infotag der Kita.   J Foto: p

Groß-Zimmern - Im Rahmen des „Internationalen Tags der Familie“ wurden Besucher der Kindertagesstätte Wichernweg kürzlich in der Einrichtung von Mitarbeiterinnen des Mehrgenerationenhauses mit einem Kaffee begrüßt.

Die Eltern konnten sich über die weitere Entwicklung der Kita zum Familienzentrum informieren.

Aus dem gewohnten morgendlichen Bringen der Kinder heraus entstand ein angeregter Austausch über zeitgemäße Familienförderung mit vernetzten Angeboten von Bildung und Beratung.

Im Herbst 2011 hat sich das vom Diakonischen Werk getragene Mehrgenerationenhaus (MGH) in Kooperation mit der kommunalen Kita Wichernweg beim Hessischen Sozialministerium darum beworben, in Groß-Zimmern ein Familienzentrum zu entwickeln. Nach dem Erhalt der Zusage wurden Schritt für Schritt vernetzende Angebote zwischen MGH und Kita entwickelt. Eine Dokumentation darüber wurde am Familientag präsentiert. Sozialpädagogin Christiane Hucke vom MGH arbeitet federführend im Projekt.

Mit dem Programm „Etablierung von Familienzentren in Hessen“ fördert das Land Einrichtungen, die eine ganzheitliche familienbezogene Infrastruktur entwickeln sowie auf vertraglicher Basis Vernetzungs- und Kooperationsangebote aufbauen. Typische Beispiele sind Bildungs- und Förderangebote für Kinder, Elternberatung und Familienbildung. Auch die Organisation von Kinderbetreuung außerhalb der Kernzeiten von Kitas gehört zu den Zielsetzungen. Den Aktionstag nahm die Kita Wichernweg zum Anlass, alle neuen Angebote auf dem Weg zum Familienzentrum zu präsentieren. Gleich zu Beginn der Bringzeit wurde das Elterncafé eröffnet. Die Vorlesepaten stellten ihre Tätigkeit vor. Einmal in der Woche kommen sie zum Vorlesen in die Kita und unterstützen so die Entwicklung der Kleinen in den Bereichen Sprachfähigkeit und ganzheitliches Lernen.

Die schon bestens eingearbeiteten Vorlesepaten kamen später noch einmal zum Einsatz, um mit den Kiindern Obst zu schneiden und Smoothies für die elterliche Abholzeit herzustellen. Hier wurden die Besucher mit einer Saftbar empfangen. Renate Göbel gab am Info-Stand des Kreisbündnisses für Familie Auskünfte über ihre Arbeit. Die lokalen Bündnisse vernetzen bundesweit mit ihren Projekten Betreuungsangebote und erleichtern so Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Sabine Bernhard von der Projektwerkstatt Groß-Zimmern stellte ihre Arbeit als Sozialberaterin vor. Von der Kreisagentur für Beschäftigung nahmen Marion Bornebroek, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt, und ihre Kollegin Jennifer Eisenberg mit einem Info-Stand teil.

Um den künftigen Bedarf an familienunterstützenden Leistungen zu berechnen, wurde ein „Wunschzettel für Eltern“ an alle verteilt. Hucke wird die Daten gemeinsam mit Nicole Schild,, der Leiterin der Kita Wichernweg, auswerten. J guf

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