Großzügige Spende

St. Josephshaus in Klein-Zimmern übergibt Geld aus Weihnachtsbaumverkauf an Kitas

Spendenübergabe: Thomas Domnick (Geschäftsführer St. Josephshaus), Shirin Günek (Leiterin Kita Hörnertweg), Petra Schaller (Leiterin Kita Nordring) und Bürgermeister Achim Grimm (von links).
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Spendenübergabe: Thomas Domnick (Geschäftsführer St. Josephshaus), Shirin Günek (Leiterin Kita Hörnertweg), Petra Schaller (Leiterin Kita Nordring) und Bürgermeister Achim Grimm (von links).

Klein-Zimmern/Groß-Zimmern – Im vergangenen Dezember ist im Klein-Zimmerner St. Josephshaus durch den Verkauf von Weihnachtsbäumen für einen guten Zweck wieder einiges an Einnahmen zusammen. Insgesamt waren es etwa 4 000 Euro, wie das Kinder- und Jugendhilfezentrum mitteilt.

Mit 2 600 Euro spendet das St. Josephshaus den Großteil des Erlöses – jeweils 1 300 Euro – an die beiden Kindertagesstätten Nordring und Hörnertweg in Groß-Zimmern. Die übrigen 1 400 gehen an die Wohngruppe Cornelius des St. Josephshauses im Odenwaldkreis, die davon ihr Außengelände für die Kinder gestalten wird.

Die Auswahl der Kitas sei nicht schwer gefallen, denn seit Jahren kooperiere das St. Josephshaus erfolgreich mit den beiden Einrichtungen. Einige der im St. Josephshaus lebenden Kinder werden vormittags in den Kitas betreut. Mit der Spende würdigte die Einrichtung, vertreten durch den Geschäftsführer Thomas Domnick, die erfolgreiche und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

„Der Baum-Verkauf ist eine tolle Sache. Besonders klasse ist, dass einem der Baum nach Hause geliefert wird“, findet auch Bürgermeister Achim Grimm (CDU), der bei der Spendenübergabe ebenfalls dabei war. „Im Namen der Kinder bedanke ich mich ganz herzlich für die Spende“, sagte Petra Schaller, Leiterin der Kita Nordring. „Wir wollen auf dem Außengelände ein Holz-Tipi bauen, darauf freuen sich die Kinder schon“, so Schaller weiter.

Gebeutelt von der Corona-Pandemie und den dadurch entstandenen zusätzlichen Belastungen seien die Spenden ein willkommener Lichtblick. Zwar können davon keine zusätzlichen Fachkräfte eingestellt werden, die dringend nötig seien. „Aber ich freue mich sehr über die Spende. Die Kinder erhalten davon neue Turngeräte für den Sportraum“, berichtete Shirin Günek, Leiterin der Kita Hörnertweg.

So manch einer mag sich fragen, weshalb die Kinder, die in einer Jugendhilfeeinrichtung leben, zusätzlich in einer Kita oder einem Kindergarten betreut werden. „Jedes Kind ab drei Jahren hat nach dem Kinder- und Jugendhilferecht einen Anspruch auf einen Kita-Platz. Es ist wichtig, dass die Kinder trotz ihres schwierigen Starts einen weitestgehend ,normalen’, das heißt strukturierten Alltag haben. Seit Ausbruch der Pandemie und den auferlegten Kontaktbeschränkungen hat sich einmal mehr gezeigt, wie wichtig die Herstellung von Normalität für die Kinder ist“, betonte Alisa Huther, Pädagogin und Gruppenleiterin einer der Kinderwohngruppen, deren Kinder in die Kitas gehen. In einer Kita lernen Kinder Gleichaltrige kennen. Aus diesen Begegnungen entstünden nicht selten Freundschaften, die bis weit in die Schulzeit bestünden.

Doch nicht nur das Vernetzen mit dem Ort durch das Knüpfen sozialer Kontakte und Einfügen in eine Gruppe werden gefördert. Von altersentsprechenden Lernangeboten, gerade im Hinblick auf eine Schulvorbereitung, profitieren die Kinder in den Kitas ebenfalls. (re)

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