Trauer um engagierten Kommunalpolitiker und beliebten Vereinsmenschen

Gemeindeältester Lothar Geibel gestorben

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Engagierter Kommunalpolitiker und beliebter Vereinsmensch: Lothar Geibel.

Klein-Zimmern - Seine Familie und mit ihr sehr viele Menschen in Zimmern trauern um Lothar Geibel. Der Gemeindeälteste und überaus engagierte Klein-Zimmerner ist am 29. November im Alter von 85 Jahren gestorben.

„Als jüngster aus dem Dorf wurde er im Zweiten Weltkrieg zuletzt noch einberufen. Eine bittere Erfahrung, die ihn auch am Ende seines Lebens beschäftigte“, sagt Schwiegertochter Katharina Geibel. Aber verbittert war der 85-Jährige keinesfalls. Im Gegenteil. Er war fast immer fröhlich, hat bis zuletzt nie geklagt und liebend gern gescherzt. „Er bot stets seine Hilfe an und engagierte sich mit Begeisterung für das Allgemeinwohl“, so Bürgermeister Achim Grimm.

Die Liste seine Ämter ist lang und kann hier nicht komplett aufgeführt werden. Über 28 Jahre war Lothar Geibel Mitglied der Gemeindevertretungen in Klein- und Groß-Zimmern sowie gut fünf Jahre Mitglied im Ortsbeirat Klein-Zimmern. Darüber hinaus war er über 27 Jahre als Schöffe im Ortsgericht ehrenamtlich tätig. Hierfür wurde er bereits 1993 zum Gemeindeältesten ernannt. Und er gehörte 53 Jahre der CDU an, die er in dieser Zeit maßgeblich mit geprägt hat.

Besonders wichtig war ihm sein Heimatdorf. Er unterstütze die katholische Pfarrgemeinde und viele Klein-Zimmerner Vereine. Lange Zeit leitete er als Vorsitzender den Gesangverein Klein-Zimmern und gehörte über 60 Jahre der Feuerwehr an.

Dass der Familienbetrieb „Obstbau Geibel“ weithin als Marke gefragt ist, ist auch sein Verdienst. Nach dem Abitur lernte der Gärtner unter anderem in Norddeutschland. Die Aussiedlung des Familienbetriebes vor knapp 20 Jahren unterstütze er mit seiner Ehefrau Maria. „Er war berufsbedingt sehr naturverbunden und richtete sein Leben nach der Schöpfung und einem christlichen Menschenbild aus“, sagte Bürgermeister Grimm bei der Trauerfeier.

Und was Lothar Geibel tat, das tat er mit Leib und Seele. „Selbst mit gebrochener Kniescheibe wollte er in hohem Alter keine Probe bei den Sängern verpassen“, erzählt die Schwiegertochter. Glücklich war er, dass die vier Kinder und acht Enkelkinder eine ähnliche Haltung haben und dass Sohn Ludwig mit seiner Familie den Betrieb weiterführt. aber an Ruhestand wollte er nicht denken, denn für ihn war seine Arbeit auch sein Leben.

Der Verstorbene war in seiner Heimatgemeinde sehr beliebt. 150 Schritte von seinem Wohnhaus entfernt hat er am Dienstag seine letzte Ruhestätte gefunden.

guf

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