Kleine mit großer Tuba

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Daniel Knaus unterstützt die siebenjährige Teresa bei den ersten Tönen auf der Posaune. Jan (unten) bläst die Backen auf, um der Tuba einen Laut zu entlocken.

Klein-Zimmern - Nachwuchs benötigen alle Vereine. Der katholische Kirchenmusikverein Klein-Zimmern (KKM) betreibt seine Werbung offensiv. Von Ulrike Bernauer

An der Geißbergschule konnten sich Dritt- und Viertklässler in den letzten Jahren in einer Bläser-AG mit einem Instrument vertraut zu machen. Am Dienstagabend veranstaltete der KKM, der die Bläser-AG leitet, eine öffentliche Probe, zu der besonders junge Interessenten eingeladen waren.

Fünf Kinder waren mit ihren Eltern gekommen. Sie durften sich erst einmal eine kleine Probe des Orchesters anhören. Das studiert gerade „Rolling in the deep“ von der Sängerin Adele ein. Dirigent Thomas Martin bat um Nachsicht für schräge Töne, man sei eben noch am Üben.

Von Instrument zu Instrument

Anhand des Liedes erklärte er aber auch, wie verschiedene Instrumente die Melodie immer wieder aufnehmen und das musikalische Leitmotiv sich von Instrument zu Instrument bewegt. Eine kleine Instrumentenkunde gab es schon vor der Probe des Stückes, wobei die Zweitklässler der Geißbergschule schon erstaunlich viel Wissen zeigten. „Die Tuba ist so groß, damit sie schöne tiefe Töne spielen kann“, wusste eines der Kinder.Die Piccoloflöte, die eine Musikerin hochhielt, ist klein und deshalb auch eher in den oberen Tonlagen angesiedelt.

Die siebenjährige Teresa war die Jüngste, die sich die Orchesterprobe anschaute.

Ihre beiden Schwestern musizieren bereits im Jugendorchester. Lena (11) spielt die Klarinette und Hannah (9) das Saxophon. Beim anschließenden Ausprobieren der Instrumente entschied sich Teresa als erstes für die Posaune. Jan (8) würde ganz gerne Trompete spielen, auch sein gleichaltriger Namenskollege Jan könnte sich dafür begeistern.

Bei Bedarf wird nachgekauft

„Wir stellen Instrumente für junge AG- und Orchestermitglieder zur Verfügung“, sagte Gerhard Kuhr, Vorsitzender des Vereins. Die meisten erwachsenen Musiker hätten noch ein altes Instrument zu Hause, das aber durchaus spieltauglich sei.

„Bei Bedarf kaufen wir dann auch nach, denn es ist wichtig, dass gerade die Anfänger gute Instrumente zur Verfügung haben. Da lernt es sich leichter und die Kinder sollen ja nicht wegen eines schlechten Instrumentes den Spaß am Spielen verlieren.“

Nicht nur der KKM-Vorsitzende Kuhr und Dirigent Martin hoffen nun darauf, dass die Bläser-AG an der Klein-Zimmerner Grundschule auch im kommenden Schuljahr wieder zustande kommt und dass möglichst mehrere dieser Kinder später auch das Bläserorchester verstärken.

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