Nur wenige Chöre beim Treffen

Kleine Sänger ganz groß

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Groß-Zimmern ‐ Wacker und mit viel Spaß schlugen sich die Kinderchöre am Sonntag auf der Bühne in Groß-Zimmerns Mitte. Zum Kinderchortreffen hatten die Chorgemeinschaft und der Kreis-Chorverband Dieburg, früher Sängerkreis Dieburg, geladen. Von Ulrike Bernauer

Von den ursprünglich vier angemeldeten Chören waren jedoch nur zwei auf der Bühne vertreten, neben dem Gastgeber die Kinder vom Liederkranz Eppertshausen und vom Regenbogenchor aus Münster, die sich zu einem Chor vereinten.

Entsprechend der Anzahl der Sänger auf der Bühne war auch das Zuschauerinteresse auf dem Roten Platz, eher dünn.

Das große Kinderchorfest, mit dem der Kreis-Chorverband seine Erneuerung feiern wollte, stellte sich bei der mangelnden Beteiligung als gar nicht so groß dar.

Die Kinder, die teilnahmen, hatten allerdings viel Spaß an ihrem großen Auftritt. Auch wenn so manche von den Jüngsten - bei der Chorgemeinschaft dürfen sich schon Dreijährige bei den „Dozzern“ einreihen - eher staunend in die Gegend schauten, als dem Dirigat von Chorleiterin Theresa Uglik zu folgen. Den meisten machten die Lieder vom „Schokoladenonkel“ oder „Ich will action“ aber sichtbar Freude, besonders wenn sie die „Action“ nicht nur akustisch verkünden, sondern auch noch mit viel Bewegung darstellen durften.

Unterstützt wurden die Dozzer von den älteren Kindern, den Regenbogenkids, die später auch noch alleine auf der Bühne standen und von denen sich so mancher mit einem extra Mikrophon an einem Solo versuchen durfte. Die Zimmerner machten jungen Nonnen auf der Bühne Platz. Die etwas älteren Kinder aus Eppertshausen und Münster hatten zu den Songs aus dem Film „Sister Act“ auch die entsprechende Kleidung angelegt. Nach einer kurzen Umkleidepause wurde nicht nur das Outfit der Kinder sehr rockig, Chorleiterin Uglik, die auch diesen beiden Chören vorsteht, ließ es mit den Youngsters so richtig krachen.

Eingeladen waren dann alle Teilnehmer zum Konzert von Kinderliedermacher Detlev Jöckel in der Mehrzweckhalle. Der liebt es ebenfalls, Gesang mit Bewegung zu verbinden, wohl mit ein Grund dafür, dass die Kinder von ihm so begeistert sind.

Viele der jungen Sänger, aber auch andere Besucher standen während des Konzertes direkt vor der Bühne, um ja kein Wort und keine Geste von Jöckel zu verpassen. Der sang über Orang-Utans, aber auch übers Liebhaben und ließ zwischendurch auch mal ein Kind ans Mikrophon. Zwar nicht zum Singen, aber doch zum Wünsche formulieren.

Enttäuscht zeigte sich Jugendpfleger Tom Hicking über den eher dünnen Besuch, die Jugendförderung war bei dem Konzert der Veranstalter.

Rund ein Drittel der 800 vorgesehenen Plätze war frei geblieben, obwohl der Eintritt für den Kinderliedermacher dank Sponsoren kostenfrei war.

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