Kleine Stars in der Manege

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Weltneuheit: Die Leiterakrobatik kostete die kleinen Künstler erst einmal Überwindung.

Groß-Zimmern - Kein Clown, sondern ein Koch eröffnete die große Galavorstellung des Zirkus Baldini mit den Ferienspielkindern. Eine Woche hatten sich 70 Zimmerner Jungen und Mädchen in der Manege getummelt und so manches Kunststück und manchen Trick gelernt. Von Ulrike Bernauer

Koch Tom Hicking (wer konnte es sonst sein) gab seinen Moderatorenjob gleich ab, „sonst dauert die Vorstellung wieder so lange“. Durch die furiose Veranstaltung führten fortan Marlene und Pamena. „Tierisch geht es los“, kündigten sie an und schon trabte ein Pferd in die Manege, geführt von Jule und Sabrina. Einen dicken Applaus ernteten die beiden Mädchen, als sich das Zirkuspferd nach einer Anweisung der beiden jungen Dompteurinnen vor seinem Publikum verneigte.

Die Zirkusaufführung in Bildern

Ferienspielkinder machen Zirkus

Die Zimmerner, die schon häufiger den Zirkus Baldini besucht haben, konnten bekannte Nummern sehen, aber es gab auch etliche Neuheiten. Dazu gehörte die Leiternummer, die Lea, Sophie, Davina und Alessa vorführten. Wie alle anderen jungen Akteure hatten sie viel gelernt in fünf Tagen. Waren sie am Beginn der Ferienspiele noch etwas zögerlich auf den Sprossen der Leiter, so zeigten sie in der Gala ihre Kunststücke mit großer Selbstverständlichkeit.

Richtig herzhaft lachen konnte das Publikum bei den Zaubertricks, von denen einer richtig gründlich misslang und dem Publikum genau vor Augen führte, wie der Zaubertrick funktionierte. Oberzauberer Rocky, der mit seiner Mannschaft die Tricks einstudiert hatte, verdrehte erst die Augen, lachte dann aber mit seinem Publikum mit. Begeistertes Klatschen ernteten die Zauberer aber beim nächsten erstaunlichen Trick, aus einem Zylinder, aus dem erst Flammen schlugen, zog eine junge Zauberin ein Kaninchen - unbeschadet versteht sich.

Spannung pur gab es bei einer weiteren Neuheit, der Tüchernummer. Marlene und Vanessa zeigten, dass sie in der knappen Zeit wahrlich viel gelernt haben. Elegant wickelten sich die beiden in die Tücher und schwebten anmutig hoch über der Manege. Ein Aufstöhnen ging durch das Publikum, als Sidney, ein Zirkuskind der Familie Krämer, sich ebenfalls in die Tücher wickelte vermeintlich abstürzte, um sich knapp über dem Boden wieder in die Tücher zu wickeln.

Immer wieder beliebt bei Publikum und Akteuren ist die Hundenummer, bei der Jacky und Konsorten sich drehen, auf den Hinterbeinen laufen oder durch Reifen springen. Begeisterung und viel Applaus gab es für eine gemischte Tiernummer. Emilie und Laura zeigten Teddy und Spirit, einen kleinen Hund, für den der Rücken des Pferdes den Himmel auf Erden bedeutet. Aber auch die altbekannten Nummern wie die Clowns, die Trapezkünstler, die Drahtseilartistinnen oder die Trampolinspringer zeigten ihre Kunststücke immer wieder anders und erhielten dafür ihren wohlverdienten Applaus. Die Luft hielt das Publikum beim krönenden Abschluss an, den Fakiren und Feuerkünstlern. Auf ein Nagelbett legten sich die Künstler, schluckten oder spuckten Feuer. Das feurige Ende leitete über in das große Schlussbild, bei dem sich alle Künstler noch einmal voller Stolz in der Manege präsentierten und mit donnerndem Beifall verabschiedet wurden.

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