Fluglärmmessstation derzeit in Klein-Zimmern

Kleines Mikro, großer Lärm

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Derzeit steht die Fluglärm-Messstation auf dem Kindergarten Blumenstraße.

Groß-Zimmern - Vor geraumer Zeit ist Groß-Zimmern dem . „Deutschen Fluglärmdienst“ (DFLD) beigetreten. Seitdem wird an zwei mobilen Stationen auf dem Gemeindegebiet gemessen, wie viele Flugzeuge über Zimmern hinwegfliegen und welchen Lärm sie dabei verursachen. Von Gudrun Fritsch

Die Klein-Zimmerner unabhängige Liste (KuL) im Ortsbeirat und die Grünen im Finanzausschuss wollten nun wissen, was aus den Messungen geworden ist.

„Wie lange werden noch Messungen vorgenommen? Welche Konsequenzen werden die Ergebnisse für die Gemeinde haben? Prüft die Gemeinde die Einhaltung des Nachtflugverbotes?“, fragte Reiner Raab (Grüne) am Mittwoch und Donnerstag als Mitglied der Gremien. Auch die anderen Parlamentarier sind an diesen Messungen sehr interessiert.

Immer nur alternativ betrieben

Unklar blieb, ob in Zimmern an zwei oder drei Stellen gemessen wird, denn auf der Karte des DFLD sind drei Stationen eingetragen, die Gemeinde hat jedoch nur zwei eingerichtet: eine auf dem Feuerwehrhaus in Groß-Zimmern und eine zweite auf dem Kindergarten Blumenstraße in Klein-Zimmern. Sie werden immer nur alternativ betrieben. „Seit dem 2. Juli wird wieder in Klein-Zimmern gemessen“, teilte Bürgermeister Achim Grimm mit. Er erklärte, dass es erst Sinn mache, die Ergebnisse zu überprüfen und auszuwerten, wenn über einen längeren Zeitraum gemessen wurde. Erst wenn solche Ergebnisse vorliegen, könne die Politik Schlüsse ziehen. Nicht Aufgabe der Gemeinde, sondern des Ministeriums sei es, die Einhaltung des Nachtflugverbotes zu kontrollieren.

Allgemeine Befürwortung fand ein Antrag der Grünen im Ausschuss am Donnerstag, in dem regelmäßige Berichte zum Haushalt eingefordert werden.

„So Intensiv wird das kaum möglich sein“

„Die Fraktionen haben im Rahmen des Runden Tisches Vorhaben aufgrund fehlerhafter und unvollständiger Unterlagen beschlossen, die die Erhöhung von Steuern, Gebühren sowie Beschränkungen von Kosten zur Folg hatten“, begründete Raab.

„So Intensiv wird das kaum möglich sein“, meinte Claus Rosendahl, Finanzfachmann der SPD. Er schlug vor, den Antrag der Grünen, die einen Bericht alle drei Monate forderten, auf halbjährliche Berichte mit Stichtagen am 30. April und 30. September zu ändern. Diesem geänderten Antrag stimmten die Ausschussmitglieder einstimmig zu.

„Im Rahmen der Diskussion um die Rekommunalisierung von Energieunternehmen sollten Konzessions- sowie langfristige Verträge überprüft werden“, erläuterte Raab einen weiteren Antrag der Grünen. Mit zwei Gegenstimmen wurde auch dieser befürwortet. Demnach sollen die Parlamentarier nun darüber unterrichtet werden, welche Verträge die Gemeinde geschlossen hat.

Unter anderem diese Themen sowie die Einbringung des Nachtragshaushaltes stehen auf der Tagesordnung der Gemeindevertretersitzung am Dienstag, 11. September, um 20 Uhr im Rathaus.

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