Klimaneutrales Vogelrennen

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Nicht Geschwindigkeit, sondern der gute Guck zählt beim Vogelrennen.

Groß-Zimmern ‐ Auch in diesem Jahr haben sich wieder Vogelexperten von HGON und NABU aus dem Altkreis Dieburg zum deutschlandweiten Vogelrennen, dem „Birdrace“ aufgemacht. Aufgabe war es, in 24 Stunden in allen erreichbaren, möglichst vogelträchtigen Biotopen viele Vogelarten zu entdecken und gemeinsam zu bestimmen.

Veranstalter dieser bundesweiten Aktion ist der Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA). Neben dem zu befriedigenden Ehrgeiz, vielleicht einen neuen Rekord für die Region oder sogar noch mehr zu schaffen, so wie vielleicht besonders seltene Beobachtungen zu machen, treibt die Teilnehmer auch das Erzielen von Sponsorengeldern nach Anzahl der Arten an. Diese Gelder fließen dann in das Projekt einer bundesweiten Datenbank für alle Vogelbeobachtungen unter „ornitho.de“.

Erstmals waren am 8. Mai drei Teams aus dem Ostkreis unterwegs: die Gerprenzgucker (Lothar Jacob, Thomas Dziadek, Valentin und Wolfgang Heimer), das Eulenteam Foerderwerk Natur (Dirk und Susanne Diehl, Klaus Hillerich, Yvonne Lücke und zeitweise der Naturschutzsenior Otto Diehl) und die Wiesengucker (Hans Ulrich, Dieter Günther und Heinz Fengel).

Obwohl gegen die Teams in Norddeutschland, die mit den Küstenregionen wesentlich mehr Arten erwarten können, kaum eine Chance besteht, schlugen sich die drei Gruppen recht gut.

Das Siegerteam zählt mehr als 150 Arten

In der bundesweiten Platzierung schaffte das Eulenteam den 66. Platz mit 108 Arten, den 71. Platz mit 105 Arten belegten die Gerprenzgucker und auf Platz 80 mit 95 Arten schafften es die Wiesengucker.

Gegenüber den mehr als 150 Vogelarten im gesamten Bundesgebiet wurde in Hessen das Siegerteam mit 125 Arten gekürt. „Gemessen an diesen Zahlen haben die Teams aus unserem Kreis ja gar nicht schlecht ausgesehen“, meint NABU-Vorsitzender Lothar Jacob.

Wenn man die Resultate aller drei Gruppen im Kreis zusammen betrachtet, lässt sich aussagen, dass an diesem Tag insgesamt 123 Vogelarten gesehen wurden.

Bekannte Arten, wie zum Beispiel der Gimpel (oder Dompfaff), gehörten dabei zu den Seltenheiten, genau wie der Wanderfalke und der Sperber.

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