Könige mit Fisch an der Angel

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Zum Hegefischen haben sich die Zimmerner Angler an der Gersprenz im Bereich zwischen Ober- und Untermühle nieder gelassen. Hier übt sich Patric Altenburg in Geduld.

Groß-Zimmern - Wie auf einer Perlenschnur aufgereiht sitzen die Groß-Zimmerner Angler am Sonntag früh an der Gersprenz. Zwischen der Ober- und der Untermühle haben sie sich verteilt. Von Ulrike Bernauer

Sinn des Hegeangelns ist es nicht, die größten Fische aus dem Bach heraus zu holen, sondern festzustellen, wie der Fischbesatz in den Zimmerner Gewässer ist.

Am frühen Morgen haben die Mitglieder des Anglervereins beim Königsfischen hauptsächlich Rotaugen und Barsche aus der Gersprenz geholt. Dieter Langer hat Glück, er hat sogar eine schöne Forelle erwischt. Während die Barsche und Rotaugen, die meisten sind relativ klein, erst in den Reusen landen und dann entweder in der Gersprenz oder in den Anglerteichen wieder ausgesetzt werden, wird die Forelle ein anderes Schicksal ereilen. „Wenn man schon das Glück hat, einen wertvollen Speisefisch in schöner Größe am Haken zu haben, dann nimmt man den auch mit nach Hause“, sagt der frühere Vorsitzende der Angler. Bei Langers kommt also am Abend Fisch auf den Tisch.

Barsch ist reichlich vertreten

Dieser kleine Barsch wurde wieder ausgesetzt

Rotaugen und Barsche hingegen werden zum größten Teil wieder zurück in die Gewässer wandern und können sich weiter ihres Lebens freuen. „In den Anglerteichen ist der Besatz teilweise nicht mehr gut“, erklärt Langer. „Da werden wir wohl vor allen Dingen die Barsche einsetzen.“ Der Barsch ist ein Raubfisch und im Moment in diesem Abschnitt der Gersprenz zu reichlich vertreten. In den Anglerteichen hingegen ist er Mangelware. „Es muss immer ein gesundes Verhältnis von Raub- und Friedfischen in einem Gewässer herrschen“, so Langer.

Sorgen bereitet den Anglern zur Zeit auch die Gewässerhöhe. Nach der nun doch recht langen Trockenperiode und dem Sommerwetter, über das sich alle freuen, ist der Pegelstand nicht nur an der Gersprenz, sondern auch an den Anglerteichen sehr niedrig. „Ich hoffe auf Regen“, sagt der Vorsitzende Patrick Altenburg. „Sonst müssen wir eventuell die Feuerwehr um Hilfe bitten. In den Anglerteichen wird der Sauerstoff im Wasser immer weniger. Die Feuerwehr pumpt das Wasser aus den Teichen heraus und anschließend wieder hinein, dabei kann es sich mit Sauerstoff anreichern und zudem wird der Algenbesatz verringert.“

Fische hatten keine Lust mehr zu beißen

Am Sonntag war aber erst noch mal Angeln angesagt, bevor die Vereinsfreunde ihre Ausrüstungen zusammenpackten.

Gegen Mittag war es zu warm und die Fische hatten keine Lust mehr zu beißen - wohl aber nun die Angler, die bereits seit 6 Uhr früh im Einsatz waren. Mit großem Appetit genossen sie zur Mittagszeit deftige Steaks vom Grill am Anglerheim.

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