Im Kindergartenalter Berufe kennenlernen

„Können Männer Babys kriegen?“

Klein-Zimmern/Dieburg (ula) ‐ „Wo kommen eigentlich die Babys raus?“ und „Können Männer auch Babys kriegen?“, so lauteten unter anderem die Fragen zur menschlichen Fortpflanzung im Kreißsaal des Rochuskrankenhauses in Dieburg. 25 Knirpse des Klein-Zimmerner Kindergartens Blumenstraße fragten Hebamme Susanne Benke Löcher in den Bauch.

Der Nachwuchs hat sich mit dem Thema „Berufe“ beschäftigt – und beim Besuch im Krankenhaus bot sich eine Fülle von Informationsmöglichkeiten.

Die Kinder hatten sich zudem den schönsten Ort im Krankenhaus herausgepickt: die Geburtsabteilung. Im Kreißsaal wurde besonders der schöne Sternenhimmel bewundert. Auch das EKG, das Herzgeräusche laut auch aus dem Mutterleib überträgt, zog die Kinder in Bann. Hebamme Benke verschwieg die Schattenseiten ihres Berufs allerdings nicht: „Manchmal kommen die Babys mitten in der Nacht – da muss ich dann aufstehen.“

Trotz des zarten Alters von gerade einmal drei bis sechs Jahren, wurden die Kinder zuvor in der Betreuungseinrichtung ordentlich geschult. Was Ärzte so tun, war den meisten klar: „Die gucken ob alles in Ordnung ist, sonst gibt es Spritzen“, lautete die Erklärund eines Kindes. Auch würde darauf geachtet, dass die Patienten im Krankenhaus in Schlafanzügen herumlaufen, „sonst wird ja das Bett schmutzig.“

Der Klein-Zimmerner Kindergarten mit seinen zwei Gruppen macht beim Berufsstudium große Fortschritte.

„Ein Vater ist Koch und hat mit für uns Nudeln selbst gemacht“, berichtet Pädagogin Susann Oswald. Ein anderer Vater, ein Polizist, fuhr mit dem Streifenwagen vor. Das Berufsbild des Kachelofenbauers ist den Kleinen inzwischen ebenfalls vertraut.

Auch die Herausforderungen an Hausfrauen und -männer kennen sie. Mit einem Besuch des Kindergartens bei der Volksbankfiliale in Groß-Zimmern sollen diese unterschiedlichen Eindrücke nun noch erweitert werden.

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