Anregungen bei der Projektwerkstatt: Bürgertisch diskutiert weiter Pläne und Vorstellungen

Konkrete Ansätze zur Ortskernbelebung

Groß-Zimmern - Anwohner und Gewerbetreibende aus dem Ortskern kamen am Montag zum Bürgertisch der Projektwerkstatt und nutzten die Möglichkeit, ihre Vorstellungen zur „Belebung des Ortskerns“ einzubringen.

In den vergangenen Wochen hat die Projektwerkstatt viele Bürger befragt. Die Teilnehmer befassten sich nun mit den Zwischenergebnissen und einer ersten Bewertung. Neben etlichen baulichen Anregungen - wie der Schaffung von Sitzgelegenheiten, der Installation von Spiel- und Freizeitangeboten oder gar einer Überdachung von Jahnstraße oder Rathausplatz - ging es um die Frage, welche Angebote entwickelt werden könnten, um den Ortskern für mehr und zudem neues Publikum attraktiv zu machen. Die Anwesenden stimmten darin überein, dass im ersten Schritt die Frage nach der Schaffung von Angeboten, die zu einer Belebung des Ortskerns führen könnten, im Vordergrund stehen muss. Bauliche Maßnahmen müssten dann darauf ausgelegt werden, die Belebung zu ermöglichen und zu unterstützen.

Die Zwischenergebnisse zeigen konkrete Ansätze, insbesondere bei den leer stehenden Gewerbeflächen. Vorgeschlagen wurde, solche Flächen gemeinschaftlich zu nutzen. Dabei wurde ein Konstrukt besprochen, in dem eine Nahversorgung mit Lebensmitteln und Drogerieartikeln gemeinsam mit einem Cafébetrieb und Kinderbetreuungsangebot geschaffen werden könnte. In den kommenden Wochen sollen Befragungen von Anwohnern, Gewerbetreibenden, Gastronomen sowie Vereinen fortgesetzt, die Ergebnisse anschließend aufbereitet und den Gemeindevertretern vorgestellt werden, die dann über das weitere Vorgehen entscheiden. Die Nutzung des Ortskerns unterliegt unterschiedlichen Interessen, was beim Bürgertisch deutlich wurde. Belange von Gewerbetreibenden konkurrieren mit denen von Gastronomen. Vereine, die Raum für Ortsfeste und Veranstaltungen nutzen, stehen im Konflikt mit Bewohnern. Von einer Anwohnerin wurde die grundsätzliche Frage aufgeworfen, ob eine Belebung überhaupt wünschenswert sei. Schließlich bestehe ja auch die Gefahr steigender Lärmbelastung. Anderseits benötigen gerade ältere Anwohner bessere Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf. Die Entwicklung des Ortskerns erfordert daher ein ausgewogenes Konzept, in dem sich alle Gruppen wiederfinden. Eine Belebung wird letztlich nur gelingen können, wenn die Entwicklung von allen mitgetragen wird.

„Auch wenn es nicht möglich sein wird, allen Bedürfnissen Rechnung zu tragen, ist bei der Konzepterstellung und einer späteren Umsetzung darauf zu achten, dass alle Interessenslagen berücksichtigt werden“, betont Tobias Lauer von der Projektwerkstatt.

Der nächste Bürgertisch ist am Montag, 25. November, um 20 Uhr in der Projektwerkstatt. Wer in der Zwischenzeit Ideen einbringen will, kann sich an die Projektwerksatt melden unter s  06071 618378. Weitere Informationen findet man im Internet unter: www.sozialestadt-gross-zimmern.de. - guf

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