Kontaktbörse Familientreff

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Beim Frühstücksbüfett im Mehrgenerationenhaus geht es nicht nur gesellig, sondern richtig konstruktiv zur Sache.

Groß-Zimmern (ula) - Das runde Gesicht von Deyon ist verzweifelt. Grund des Jammers: Die Honigmelone ist alle. Jetzt ist Mama gefragt, um mundgerechte Obststücke für den Winzling nachzuliefern.

Babys, Kleinkinder und Mütter sorgen an diesem Morgen für Rummel im Mehrgenerationenhaus. Bereits seit 2008 wird das Familienfrühstück einmal im Monat angeboten. Ein zwangloses Miteinander junger Eltern nebst Nachwuchs bei stattlichem Frühstücksbüfett.

Der Familientreff ist inzwischen ein Selbstläufer geworden. „Es spricht sich immer mehr herum“, so Christiane Hucke vom Mehrgenerationenhaus (MGH). Von den neuen Kontakten profitieren besonders Eltern, hier entsteht ein regelrechtes Netzwerk. Da gesellt sich Astrid Kosmider zu den Müttern, um für den neuen Kurs im Mehrgenerationenhaus zu werben. Ab Oktober will die junge Frau mit einem Mix aus Pilates, Beckenbodengymnastik, allgemeinem Fitnesstraining, Bewegungs- und Singspielen sowohl Müttern als auch dem Nachwuchs etwas bieten.

Christiane Hucke hat den Prototyp einer selbst geschneiderten Tasche dabei: „Ab 14. September wollen wir hier ein Nähcafé eröffnen.“ Kursleierin Ilse Schneider hofft auf breiten Zuspruch, wenn eigene Taschenkreationen entworfen und genäht werden.

Vergebliche Suche nach Kindergartenplatz

Nadine Lederer lässt die vielen Informationen auf sich wirken. Die dreifache Mutter ist frisch aus Sachsen zugezogen und überlässt neue Kontakte nicht dem Zufall. „Bei uns gibt es auch ein Mehrgenerationenhaus“, erzählt sie. Beim „Googeln“ nach einem ähnlichen Angebot in der neuen Wahlheimat Groß-Zimmern wurde sie promt fündig. Mit Tochter Neele („fast drei Jahre“) im Schlepptau kommt sie zu Besuch. Einen Kindergartenplatz suche sie bislang vergeblich, erzählt die Neubürgerin. Nur die Betreuung ihrer Jüngsten ließe ihr die Chance, mit dem frisch erworbenen Abschluss als Kunstnäherin auf Jobsuche zu gehen.

Hucke telefoniert umgehend und erfolgreich. Nach zehn Minuten hat Neele einen Platz im Kinderladen „Kinderfrei(t)räume“. Derweil hat eine andere Mutter in eigener Sache geworben: Sie versucht sich als kleine Unternehmerin mit einem Second-Hand-Shop für Kinderbekleidung in Dieburg. Hucke ist begeistert. Das soziale Netzwerk zwischen Menschen und Institutionen ist wieder einmal ein ganzes Stück vorangekommen.

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