Kreativ mit Hammer und Meißel im Einsatz

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„Muckis“ gefragt: In der Holzwerkstatt des Jugendzentrums sind Kinder mit Hammer und Meißeln kreativ im Einsatz.

Groß-Zimmern (ula) ‐ „Ich hab` den Druiden aus Star Wars gemacht“, erklärt Pascal (9) stolz. Kumpel Marco (9) knetet noch am „Todesstern“, während Cedric die Arme seines Tonkraken aus praktischen Erwägungsgründen auf vier reduziert. Die Töpferwerkstatt im Jugendzentrum (Juz) ist gerade „Männersache“.

„Tags zuvor haben die Mädchen Vasen und Schalen oder kleine Tiere für ihre Mamas plastiziert“, sagt Maria Göbel, Kunstpädagogin und Leiterin des Projekts in der „offenen Werkstatt“. Wer dem Klopfen und ohrenbetäubenden Hämmern in den Nachbarraum folgt, weiß, womit sich die Mädchen an diesem Morgen der Ferienspielwoche beschäftigen. Aus mächtigen Holzblöcken entstehen mit viel Kraft und dem Einsatz von Hammer und Meißel große Holzschalen. „Da gab es mächtig Muskelkater“, schmunzelt Jugendpfleger Markus Psczolla, doch die enthusiastischen Kinder seien nicht zu bremsen. 29 Sechs- bis Elfjährige verbringen fünf Tage ihrer Ferien im Juz.

Schwerpunkt in der Kreativwerkstatt ist diesmal Werken, Handarbeiten und Basteln. Damit auch die Bewegung nicht zu kurz kommt, geht es mittags zum Abtoben in die Schulsporthalle der Albert-Schweitzer-Schule.

Festes Angebot mit wechselnden Inhalten

Basteln mit Ton macht Spaß: Pascal, Cedric und Marco (von links) modellierten etliche Star-Wars Figuren.

Kinder berufstätiger Eltern stehen bereits um 7.30 Uhr auf der Matte und gehen erst gegen 16.30 Uhr nach Hause. Das Ferienprogramm fördert nicht nur Kreativität, Abwechslung, Spaß und soziale Gemeinschaft – berufstätige Eltern wissen ihre Kinder hier gut aufgehoben. Und wo es in den Familien nicht für einen Winterurlaub in den Bergen oder der Karibik reicht, werden dennoch attraktive Erlebniswochen geboten – einfach vor der Haustür. Die kommunalen Ferienspiele sind seit Jahren in nahezu allen Schulferien ein festes Angebot mit wechselnden Inhalten und wachsender Nachfrage. 381 Kinder wurden 2010 zu den unterschiedlichen Camps und Themen angemeldet. Um die Kleinen ab sechs Jahren qualifiziert zu betreuen und anzuleiten, hat sich die Jugendpflege einen ganzen Pool von Mitarbeitern herangezogen. Rund 30 Teamer besitzen inzwischen nach Qualifizierungsseminaren eine Jugendleiterkarte. Je nach Ausbildungsschwerpunkten werden sie für Ferienangebote gebucht - allerdings über ein offenes Bewerbungsverfahren, das auch immer wieder neue Leute an Bord holt.

Gerade in den kommenden Ferien sind Menschen mit pädagogischem Händchen, aber auch speziellen Fachkenntnissen gefragt. Zehn Wochen Programm für Sechs- bis 18 Jährige bieten in diesem Jahr viel Abwechslung für alle, die nicht in den Urlaub fahren. In den Osterferien stehen Feuerwehrferienspiele und ein Inlinehockey-Camp auf dem Programm.

Waldferienkinder erleben rustikales Leben

Alle Angebote sowie viele weitere Programminhalte des Juz-Teams stehen auf der Internetseiteder Kinder- und Jugendförderung.

„Manege frei“ heißt es in den Sommerferien, wenn der Zirkus Baldini aus den Ferienspielkindern Zirkusstars macht. Alternativ kann im Fußball-Camp gekickt werden. Oder gleich nach den Sternen greifen? Auf dem Kinderplanet im Juz fliegen Forscher und Raumfahrer Ende Juli zu fernen Galaxien. Wer lieber in die Vergangenheit reist, ist beim Waldprojekt bestens aufgehoben. In der ersten Augustwoche erleben die Waldferienkinder das rustikale Leben ihrer Vorfahren in der Natur, entfachen Lagerfeuer und schnitzen Löffel, backen Brot und weben eigene Outfits. Während der Herbstferien stehen Inline-Hockey und ein Schwarzlichttheater-Workshop auf dem Programm. In den kommenden Weihnachtsferien geht es auf einer „Reise um die Welt“ ins exotische Afrika.

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