Wo der Kuchen immer viel zu schnell abnimmt

Beliebt und gut besucht ist das Café am Ort im evangelischen Gemeindehaus.

Groß-Zimmern - (bea) „Sahne ist immer zuerst weg“, sagt Andrea Held und lacht. Sie versorgt die Besucher des Cafés am Ort nicht nur mit frischen Gläsern oder Besteck, sondern hat für das sonntägliche Miteinander im evangelischen Gemeindezentrum auch einen Kuchen gebacken. Genau gesagt nicht einen Kuchen, sondern eine Käse-Sahne-Torte und die Erfahrung lehrt: alles mit Sahne findet rasend schnell Abnehmer.

Deshalb sagt auch Doris Bornschlegel zur Besucherin von der Zeitung: „Schade, dass sie nicht am Anfang gekommen sind, da hatten wir ein tolles Büffett“. Wer das sehen will, der muss richtig pünktlich sein, denn schon nach einer halben Stunde hat der Kuchen gewaltig abgenommen.

Für die Tafel in Dieburg ist der Erlös dieser Veranstaltung gedacht. Nun stellt sich die Frage, warum die Bäckerinnen nicht direkt für die Tafel in Dieburg backen?

Nicht lange überlegen muss Rosel Hotz: „Ich könnte die gar nicht nach Dieburg bringen“, sagt die Zimmernerin. Bornschlegel, die dieses Cafe organisierte, ergänzt: „Es sind meist ältere Damen, die für uns backen und die sind nicht so mobil. Sie bringen den Kuchen zu mir oder ich hole ihn ab“. Es wäre auch schwierig, eine Kühlkette zwischen Bäckerinnen und der Tafel herzustellen. „So können die Betreiber der Tafel auch was anderes kaufen“, sagt Bornschlegel.

Außerdem hat das Cafe am Ort ja auch noch einen anderen Zweck als Spenden für gemeinnützige Einrichtungen oder Projekte zu sammeln.

„Ich komme wegen der Geselligkeit“, sagt Katharina Wörthche, „aber auch um die Projekte zu unterstützen“.

Gegründet wurde das monatliche Café zu Zeiten, als es in Zimmern gar kein Café gab. Das hat sich zwar inzwischen geändert, aber das Treffen an der evangelischen Kirche wird weiter stattfinden. „Für viele Ältere ist das ein fester Termin im Monat“, so Bornschlegel.

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