Flammkuchen aus dem Feuerwehrhaus

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Wärme beim Neujahrsempfang liefert das Feuer im Drahtkorb, das von Joachim Köbel kräftig gefüttert wird.

Klein-Zimmern - Der Neujahrsempfang hat mittlerweile Tradition in Klein-Zimmern. Zum fünften Mal hat der Kultur- und Kerbverein (KuK) dazu eingeladen. Von Ulrike Bernauer

„Heute ist die Veranstaltung gut besucht. Im letzten Jahr hat es geregnet, da waren nicht so viele Leute da“, mit diesen Worten begrüßt der Vorsitzende Walter Götz die Besucher. Er ist in seinem Element, sitzt in der Garage, die dem KuK und anderen Vereinen als Aufbewahrungs- aber auch Feierort dient, und kümmert sich um den Ofen. Den bestückt er unaufhörlich mit kleinen Pizzen, Flammkuchen und Datteln im Speckmantel.

Für den stetigen Nachschub der leckeren Speisen sorgen Karin Götz und Renate Kunkel. Sie stehen in der Küche des Feuerwehrhauses und bereiten die Leckereien ganz frisch zu. Eine große Schüssel Teig steht bereit und Bäckerin Kunkel rollt einen kleinen Fladen nach dem anderen aus. Bäckerin Götz belegt die Teigböden wahlweise mit Schmand, Zwiebeln und Speck, das gibt die Flammkuchen oder mit Salami, Pilzen und Käse. „Wenn wir alles verarbeitet und die Küche saubergemacht haben, dann dürfen wir auch runter und mitfeiern“, sagen die beiden lachend.

Zur Auswahl stehen noch Schmalzbrot und Brot mit Kochkäse. Einer der Gäste findet das Brot, das Götz schon im Verlaufe des Tages gebacken hat, ungemein lecker. Er beschwert sich nur bitterlich, dass die Knüstchen, also die Endstücke des Brotes, nur mit Kochkäse bestrichen sind. „Ich esse so gerne Knüstchen, mag aber keinen Kochkäse.“ Dem Mann kann geholfen werden, er bekommt von Bardo Kunkel sein Endstück mit Schmalz.

Kurz kommt Walter Götz hinter dem Ofen hervor und hält seine kleine Rede.

Im Wesentlichen bedankt er sich für die Anerkennung des KuK durch die Bürger, die die Veranstaltungen immer fleißig besuchten und so auch Geld in die Kasse spülen, von dem dann wieder weitere Projekte initiiert werden könnten. Götz dankt auch dem CDU-Landtagsabgeordneten Manfred Pentz, der veranlasst habe, dass der KuK 500 Euro für seine Vereinsarbeit von der hessischen Landesregierung erhalten hat. „Sogar die hessische Landesregierung hat unsere Vereinsarbeit damit gewürdigt“, betont sich Götz stolz.

Vorstandsmitglied Joachim Köbel erzählt noch, wie der Neujahrsempfang seinen Anfang genommen hat. „Wir hatten noch Glühwein übrig, vom letzten Kartoffel- oder Schlachtfest. Die Idee war dann, wir hängen das erste Schild für ein historisches Gebäude auf, das war das Backhaus und wir feiern das mit einem Neujahrsempfang. Der Erfolg war so groß, dass wir beschlossen haben, das zu wiederholen.“ Mittlerweile hat der Neujahrsempfang des KuK einen festen Platz im Veranstaltungskalender von Klein-Zimmern und Groß-Zimmerner Gäste kommen auch gern hinzu.

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