Unterzeichnung des Kooperations-Vertrags

Den Kunden entgegenkommen

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BA, MGH und KfB: Birgit Förster,Edda Haack und Rosemarie Lück unterzeichnen den Vertrag.

Groß-Zimmern - Es war ein ebenso munteres wie informatives Frühstück, „zu dem rund ein Dutzend Frauen gekommen sind“, schildert Christiane Hucke die erste Veranstaltung im Rahmen einer neuen Zusammenarbeit.

Bundesagentur für Arbeit (BA), Kreisagentur für Beschäftigung (KfB) und Diakonie Darmstadt-Dieburg (DDD) im Mehrgenerationenhaus (MGH) in Groß-Zimmern werden in Zukunft zusammenarbeiten. Das MGH steht für den gesamten Landkreis Darmstadt-Dieburg, und entsprechend weit ist der Rahmen der Zielgruppe gesteckt. „Wiedereinsteigerinnen“ ist das Stichwort, das im Pressegespräch zur Unterzeichnung des Kooperations-Vertrags am Tag nach dem Frühstück dominiert.

Birgit Förster, Chefin der BA in Darmstadt und damit auch zuständig für den Landkreis, erläutert das etwas näher: „Wir haben Frauen im Blick, die nach einer Familienpause – sei es wegen Kindererziehung, häuslicher Pflege oder aus anderen Gründen – wieder in das Berufsleben einsteigen wollen.“ Schnell fällt das Stichwort „Fachkräftemangel“, und Förster gibt zu bedenken, dass es doch schade wäre, vorhandene Qualifikationen nicht zu nutzen.

Wege zum Wiedereinstieg aufzuzeigen, dafür hat Tanja Hegemann am Vortag mitgefrühstückt und zahlreiche Informationen an die Frau gebracht. „Wie haben hier auch viele neue Gesichter gesehen“, freut sich Hucke über die Resonanz auf die Einladung, und Hegemann versichert, dass aus dem eher zwanglosen Zusammensein bereits einige verbindlichere Kontakte erwachsen sind, „mit Frauen, die bei uns ein Bewerbungstraining absolvieren wollen.“ Die Kontakte zwischen BA, KfB und der Diakonie als Träger des MGH sind eigentlich nicht neu, wie DDD-Chefin Edda Haack feststellt. Die Räume im Otzbergring wurden beispielsweise auch schon für Treffen des Projektes 50plus genutzt.

Nun geht es aber um eine andere Zielgruppe, deren Rahmen Vizelandrätin Rosemarie Lück als Repräsentantin der KfB noch etwas weiter steckt: „Wir führen hier die Rechtskreise SGB II und III zusammen“ – das Angebot richtet sich mithin an Bezieher von Arbeitslosengeld I sowie II und der entsprechenden Grundsicherung. Die Zielgruppe soll keineswegs auf Frauen beschränkt bleiben, Männer sind ebenso willkommen, und Hucke weist darauf hin, dass das barrierefreie MGH auch Menschen mit Behinderungen offen steht.

Förster wiederum macht deutlich, dass die Partner der Zusammenarbeit, die an diesem Tag mit drei Unterschriften besiegelt wird, bei dem Projekt auch den sich abzeichnenden und aller Voraussicht nach wachsenden Mangel an Personal in den „Sozialberufen“ Erzieherin, Kranken- und Seniorenpflege im Auge haben.

Einen gesonderten Etat beinhaltet der Vertrag nicht, die Arbeit soll mit den personellen Ressourcen der beteiligten Institutionen geleistet werden. Geplant ist zunächst ein allmonatliches Informationsfrühstück an wechselnden Orten. Die nächsten beiden Termine stehen laut Hucke bereits fest: 18. Februar und am 18. März. Dann wird Marion Bornebrock von der KfB die Besucher informieren. Haack, um griffige Formulierungen nie verlegen, fasst vor Unterzeichnung des Vertrags den Grundgedanken der Initiative als ein „Entgegenkommen“ zusammen. Mehr Informationen gibt es bei der BA, der KfB und unter: www.mehrgenerationenhaeuser.de/mehrgenerationenhaus-gross-zimmern.

sr

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