„Kurze Wege für kurze Beine“

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Angenehmes lernen in kleinen Gruppen ist an der Geißbergschule möglich.

Klein-Zimmern/Darmstadt-Dieburg - Schuldezernent Kreisbeigeordneter Christel Fleischmann spricht sich ausdrücklich dafür aus, dass die Standorte der kleinen Schulen mit weniger als 100 Schülern im Landkreis erhalten bleiben.

Das Hessische Kultusministerium hatte den Landkreis mit seinem Erlass vom Dezember 2012 zum Schulentwicklungsplan aufgefordert, das Angebot an acht von elf kleinen Schulen auf den Prüfstand zu stellen. Fleischmann weist darauf hin, dass an der Hälfte dieser Schulen die Zahlen für das neue Schuljahr ansteigen.

Betroffen von dem Ministeriumserlass ist in Klein-Zimmern die Geißbergschule mit 53 (56) Schülern in drei Klassen. Außerdem geht es in Langstadt um die Markwaldschule mit 57 (62 im Schuljahr 2012/13) Schülern in drei Klassen. In Groß-Umstadt ist es die Wiebelsbacher Schule mit 46 Schülern im neuen Schuljahr in zwei Klassen (31), die Grundschule im Grünen mit 60 (51) Schülern in vier Klassen, die Heubacher Schule mit 42 (57) Schülern in drei Klassen. In Otzberg bezieht sich das Ministerium auf die Hasselbachschule mit 60 (51) Schülern in vier Klassen, in Reinheim auf die Ueberauer Schule mit 44 (53) Schülern in drei Klassen und auf die Dilsbachschule mit 72 (63) Schülern in vier Klassen.

Mit dem Wohnort identifizieren

Das Ministerium sieht „Aspekte der Unterrichtsqualität und –organisation weder hinreichend berücksichtigt noch angemessen gewürdigt“, so steht es in dem Erlass. Fleischmann stellt sich dieser Argumentation vehement entgegen: „Die Qualität des Unterrichts an diesen Schulen ist hervorragend und die Schüler werden aufgrund der kleinen Klassen optimal gefördert.“ Nach dem Motto „Kurze Beine, kurze Wege“ gäben Grundschulen in den Wohnorten zudem gerade jüngeren Schülern die Möglichkeit, ihr direktes Umfeld zu erkunden und sich mit dem Wohnort zu identifizieren.

Bei einem Gespräch mit den Schulleitungen der acht Schulen und dem Staatlichen Schulamt, zu dem Fleischmann ins Kreishaus eingeladen hatte, wurde das Modell der Verbundschulen diskutiert. „Über Verbundschulen lassen sich Leitungsaufgaben, die Administration oder auch die gegenseitige Vertretung unter den Lehrerinnen und Lehrern bündeln und optimieren“, erläutert Christel Fleischmann. Er sieht darin eine gute Chance, die Standorte der kleinen Schulen zu erhalten.

guf

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