Umbauarbeiten an der Albert-Schweitzer-Schule in vollem Gange

Lärm und Staub in den Ferien

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Dieser Schaltschrank wird nur einen Teil der Pausenhalle steuern, erklärt Elektriker Klaus Wilsky.

Groß-Zimmern - Für die einen sind endlich Sommerferien, für andere bedeutet die Urlaubszeit mehr Arbeit.  Mit Hochdruck wird an den Schulen im Landkreis gebaut und saniert. von Ulrike Bernauer

Auch an der Albert-Schweitzer-Schule (ASS) wird kräftig gewerkelt. Hier soll zumindest die Pausenhalle in den Ferien weitestgehend fertiggestellt werden.

Obwohl in diesem Bereich schon lange geschafft wird, steht noch einiges an Arbeiten auf der Agenda. So soll in der Urlaubszeit die Bühne eingebaut werden, ein Erste-Hilfe-Raum und der Verkaufsraum für Backwaren sollen eingerichtet werden, ebenso wie die Bibliothek/Mediathek inklusive eines Lesegartens. Der Musikraum und die zwei Schulgärten müssen auch noch fertig gestellt werden,berichtet die Projektleiterin des „Dadi-Werks“ Heidrun Fritz. Parallel dazu werden aus dem bisherigen Musikraum im Nachbargebäude zwei Klassenzimmer.

Zwei Containeranlagen für drei Klassen

In der Halle ist Decke ist freigelegt, die Böden müssen teilweise noch hergestellt werden.

Umbauarbeiten gibt es auch im Bereich der Verwaltung. Die beiden Fachbereichsleiterinnen Ingeborg Klages und Bärbel Tippe mussten ihre Büros räumen. Hier werden erst einmal Klassenräume eingerichtet. Im Obergeschoss werden die künftigen naturwissenschaftlichen Räume zu Übergangsklassenräumen ausgebaut, weil an der ASS Raumnot herrscht. Deshalb werden zusätzlich zwei Containeranlagen für insgesamt drei Klassen aufgestellt. Einer der Container wird seinen Platz vor dem nördlichen Eingang zur Pausenhalle finden. Der andere, der zwei KlassenPlatz bietet, wird auf der Grünfläche neben der Turnhalle aufgestellt werden.

Mit dem Ende der Sanierungsarbeiten rechnet Fritz für das Frühjahr 2014. Dann erst kann der naturwissenschaftliche Unterricht in den bis dahin neu ausgestatteten Fachräumen im ersten Stock über der Pausenhalle wieder aufgenommen werden. Diese Räume dienen für die Übergangszeit, wenn die Verwaltung umgebaut wird, als normale Klassenzimmer.

Die Kosten liegen bis jetzt im veranschlagten Rahmen. Mit 4 390.000 Euro werden die Sanierungsarbeiten an der ASS insgesamt zu Buche schlagen.

Erst die Fassade, dann die Decken

„Der Umbau zerrt an unseren Nerven“, sagt Schulleiter Helmut Buch, der sich trotzdem freut, dass die Gesamtschule auf den neuesten Stand gebracht wird. Dennoch ist er gespannt, ob nach dem Umzug der Verwaltung, damit wurde schon in der Woche vor den Ferien begonnen, auch Telefon- und Computeranlage noch funktionieren. Ansonsten spricht er aber dem Architekten Detlevs Schoofs vom Darmstädter Büro „A-N-S Architekten“ und dem Dadi-Werk sein Lob aus. Die Schule sei im Vorfeld bei der Planung immer mit einbezogen worden.

Buch und sein Kollegium werden froh sein, wenn im Jahr 2014 der Umzug der Verwaltung und die Fertigstellung der naturwissenschaftlichen Räume erledigt sind. „Schließlich wird hier jetzt seit mehreren Jahren saniert und erweitert. Erst war die Fassade dran, dann die Decken. Die neue Turnhalle wurde gebaut und die Mensa“, so Buch. Der Schulleiter geht davon aus, dass die Schülerzahl an der ASS nicht mehr wächst. Mit 850 bis 860 Jugendlichen sei man aber auch im kommenden Schuljahr voll besetzt.

Container für große Klassen zu klein

Dass die Dieburger Schüler nun nach der Rückkehr der Goetheschule zu G9 in Dieburg bleiben, sieht Buch mit Erleichterung. „Wir hätten überhaupt nicht gewusst, wo wir die noch hätten unterbringen sollen“, sagt er, „eventuell hätten wir sonst wohl das erste Mal Schüler ablehnen müssen.“

Buch hofft auch, dass die Container nach einem Jahr wieder vom Schulgelände verschwinden. Sie seien für große Klassen zu klein und auch schlecht ausgestattet.

Wenn die Schülerzahl nicht mehr steigt, dann bleibt auch das Kollegium bei seiner jetzigen Größe. „Dann wird uns wahrscheinlich auch das neue Lehrerzimmer reichen“, so Buch, „zukünftig werden wir nur noch eines haben.“

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