Landesehrenbriefe für zwei VdKler

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Katja Hengl erhielt den Ehrenbrief des Landes Hessen.

Groß-Zimmern - „Die Arbeit des Sozial- und Hilfevereins VdK kann nicht hoch genug eingeschätzt werden“, sagte Klaus Peter Schellhaas, der erste Kreisbeigeordnete. Er würdigte am Donnerstag im Mehrgenerationenhaus die Arbeit von zwei Mitgliedern und Mitarbeitern der Ortsgruppe Groß-Zimmern. Von Ulrike Bernauer

Katja Hengl und Alfred Breideband wurde der Ehrenbrief des Landes Hessen verliehen. „Ihr beide habt das verdient“,betonte Bürgermeister Achim Grimm bei der Feierstunde. Leise in ihren Forderungen für andere sei Katja Hengl nie gewesen, so der Bürgermeister. Nötigenfalls sei sie nach Berlin gefahren und habe dort auf den Tisch gehauen. Mancher Behördenvertreter oder Krankenkassenmitarbeiter könne sich sicher noch gut an den Namen Hengl erinnern. „Du hast viel erreicht und vielen geholfen“, lobte Grimm die Ehrenvorsitzende des VdK Groß-Zimmern.

12 Jahre stand Hengl der Ortsgruppe vor, bis sie in Heinrich Bach im vergangenen Jahr einen würdigen Nachfolger fand. „Ich bin damals eingetreten, weil meine Schwiegermutter Mitglied war und ich die Arbeit gut fand“, sagte Hengl. Ungerechtigkeiten hätten sie schon immer geärgert und schon im ersten Schulzeugnis hätte gestanden, „zeichnet sich durch große Hilfsbereitschaft aus“. „Beim VdK kann man etwas bewirken und das habe ich auch getan“,sagt Hengl.

Aus gesundheitlichen Gründen ging sie vor 12 Jahren in Rente und stürzte sich fast übergangslos in die Arbeit für den VdK. Sie scheute sich nicht, Institutionen, Ämter und Krankenkassen oder Ärzte anzusprechen. Auch am Abend oder am Wochenende konnte man auf ihre Hilfe zählen. „Der unermüdliche und große persönliche Einsatz von Katja Hengl war mit Sicherheit einer der Gründe, dass sich der Zimmerner Ortsverband zum mitgliederstärksten im östlichen Teil des Landkreises entwickelte“, stellte Schellhaas fest. Ebenso wie Hengl kannte wohl auch Alfred Breideband das Wort „Nein“ nicht, wenn es um die Arbeit für den VdK ging.

Seit über 50 Jahren dabei: Alfred Breideband.

Seit 51 Jahren ist Breideband dabei. Diese Vereinstreue überbietet er noch einmal: Seit 55 Jahren ist er Mitglied beim Rad- und Rollsportverein Groß-Zimmern. Auch er wurde kurz nach seinem Eintritt in den VdK in den Vorstand gewählt, war viele Jahre zweiter Vorsitzender des Ortsverbandes und ist heute noch als Ehrenvorstandsmitglied aktiv.

„Alfred ist bekannt für sein Organisationstalent“,sagte Bürgermeister Grimm. „Er regelt alles und das in der Regel äußerst kostengünstig“. „Deshalb kann unsere Ortsgruppe ihren Mitgliedern auch besonders viel bieten“,lachte der Rathauschef. „Ich habe 1958 selbst Hilfe benötigt, deshalb bin ich eingetreten“,sagt Breideband im Gespräch. Damals traten hauptsächlich Kriegsgeschädigte und Unfallopfer in den VdK ein. Der heutige Sozialverband hat den 79-Jährigen nie los gelassen. „Ich bleibe solange im Vorstand, wie es geht“, sagt der Rentner und fügt nach kurzem Überlegen hinzu: „Ich gehör` halt einfach dazu“.

Heinrich Bach, seit letztem Jahr Vorsitzender des VdK Groß-Zimmern, freute sich über die Ehrungen der zwei verdienten Mitglieder. „Katja Hengl hat zwar nur eine vergleichsweise kurze Zeit den Vorsitz innegehabt, entscheidend war aber ihr großer persönlicher Einsatz und das, trotz eigener, massiver gesundheitlicher Probleme“,sagte Bach.

Es gratulierten den beiden Geehrten anschließend noch ganz herzlich die Gemeindevorsteherin Katharina Geibel, der Ehrenvorsitzenden des VdK-Kreisverbandes Darmstadt, Willi Bischof, und der Vorsitzende des Kreises Dieburg, Hermann Dittes.

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