Zimmerner Jugendpfleger lernen dazu: Nie wieder Ferienspiele ohne das beliebte Fußballcamp

Laufende Nudeln treffen auf Kickdaneben

Kreativblock im Fußballcamp: Mit Eurphorie batikte die Fußballgemeinde ihre Mannschaftstrickots.

Groß-Zimmern - Es gibt Dinge, denen kann man sich nur schwer entziehen. Fußball zum Beispiel. Einmal hatte es die Kinder- und Jugendförderung gewagt, das alljährliche Ferienereignis rund um das Leder aus dem Programm zu nehmen. Von Ursula Friedrich

Wegen massiven Drucks fußballbegeisterter Kinder war das Fußballcamp in der letzten Ferienwoche diesmal wieder im Angebot.

39 Jungen und 15 Mädchen zwischen sechs und dreizehn Jahren hatten die Fußballwoche im Jugendzentrum gebucht. Acht Teamer sowie die beiden hauptamtlichen Pädagogen hielten die Truppe in Schach.

Neben Torwandschießen, Training und heißen Partien auf dem Festplatz wurden auch ruhigere Angebote gemacht: Wimpel basteln, Trikots in den Mannschaftsfarben batiken oder ein Theorieblock rund um das Fußballreglement. Am Tischkicker war die feurige Truppe nicht zu bremsen, sodass es Zeiten gab, in denen alle Bälle konfisziert wurden, um eine Verschnaufpause einzulegen.

Dass es bei so viel sportlichem Einsatz Kohlenhydrate satt braucht, liegt auf der Hand. Und Eltern, die vor dem Mittagessen mit einem Kuchen vorbeikamen, sahen das Gebäck im Turbotempo verschwinden. Kulinarischer Höhepunkt der Fußballferien sind jedoch deftige Pfannkuchen – 500 Stück wurden von 60 Menschen verdrückt.

Die bunte Ferienkindertruppe, formiert in Teams wie „Laufende Nudeln“ oder „1. FC Kickdaneben“, setzte sich aus begeisterten Hobbykickern und Mitgliedern von Fußballvereinen zusammen, die äußerst sportliche Ansätze vertraten.

„Wir hatten versucht, Fußball einmal nicht anzubieten“, erzählten die Jugendpfleger Tom Hicking und Markus Psczolla – gaben dem allgemeinen Druck der Fangemeinden jedoch nach.

Ähnlich ist es beim zweiten Topseller der Ferienspiele: Den Zirkusferien, die in diesem Jahr wegen des Kindergarten-Neubaus auf dem Festplatz nicht im Programm waren. Im kommenden Jahr wird die bunte Zirkusparty in den Sommerferien wieder stattfinden – wegen des geringeren Freiraums auf dem Festplatz vermutlich an anderer Stelle.

Für die Fußballgemeinde ging das Ferienereignis am Freitag mit einem Abschlussturnier zu Ende. Es gibt eben Dinge, denen kann man sich nur schwer entziehen. Und Eltern, die berufstätig sind, und ihren Sprößling im Fußballcamp der Jugendpflege sicher aufgehoben wissen.

„Ich mag eigentlich viel lieber Tennis“, stöhnte ein Junge, den die herauspreschende Kickermeute in ihrer Begeisterung jedoch gleich wieder mitriss – zu einer neuen Partie Fußball.

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