Laut und fetzig vor zu wenig Publikum

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Besonders gut kam beim Open-Air am Samstag die Gruppe Funkfragen mit ihren hervorragenden Bläsern an.

Groß-Zimmern - „Es war einfach toll, auf einer solchen Bühne spielen zu dürfen, und das gleich zwei Mal“, freuten sich die drei jungen Männer der Gruppe Nevertheless aus Groß-Gerau über ihren Sieg beim Schülerbandwettbewerb „Bock uff Musik“. +++Fotostrecke+++Von Hans-Peter Weywoda

Schade war für alle Bands, die am Freitag und Samstag in Groß-Zimmern spielten, dass die Publikumsresonanz eher gering ausfiel. Konkurrierte die Veranstaltung am Freitag mit der Schulabschlussfeier in der Mehrzweckhalle, so war es doch sehr enttäuschend, dass am Samstag nicht mehr Musikbegeisterte zur Bock Arena hinter der Rad- und Rollsporthalle kamen.

Impressionen vom Festival „Bock uff Musik“

„Bock uff Musik“

Zahlreiche Veranstaltungstermine in Groß- und Klein-Zimmern sowie das Darmstädter Heinerfest waren wohl zu viel, glaubten am Samstagabend auch die Veranstalter vom Schwarzen Bock und der Jugendförderung. „Ein anderer Termin war jedoch nicht zu finden, da die Band Devils nur an diesem Tag noch zu haben war“, erklärte Matthias Göbel vom Veranstalterteam, dem die Enttäuschung anzusehen war.

Der Preis für den besten Gesamtauftritt ging an die Band Nevertheless.

Ansonsten konnte das Organisationsteam um Roland Cöster (Schwarzer Bock) und Jugendpfleger Tom Hicking mit dem Verlauf der Veranstaltung sehr zufrieden sein. „Es ging alles Hand in Hand und wir haben super gut miteinander harmoniert“, freute sich Cöster über die perfekte Arbeit im Vorfeld von „Bock uff Musik“. Auch der Groß-Zimmerner Frontmann der Band „Mid Live“, Wolfgang Schönemann, lobte die gute Organisation und die grandiose Idee, Schülerbands eine solch professionelle Plattform zu bieten.

Er gehörte zusammen mit Otto Sorrentino, Jürgen Henning und Marco Born der Jury an, die am Freitag die nicht einfache Aufgabe hatte, die Gruppen nach ihrer musikalischen Leistung, dem Zusammenspiel und ihrer Performance zu bewerten. Am Ende fiel die Entscheidung ganz knapp zu Gunsten der Band „Nevertheless“ aus, die durch bessere Performance vor der Zimmerner Band „Static Attic“, den ersten Schülerbandcontest für sich entscheiden konnte.

Trotz Hitze in guter Stimmung waren die Gäste beim Open-Air.

Als ersten Preis konnten die drei Jugendlichen aus Groß-Gerau aus den Händen von Tamas Toronicka, dem Geschäfstellenleiter der Groß-Zimmerner Zweigstelle der Volksbank Odenwald, einen Gutschein für eine professionelle Aufnahme in einem Tonstudio und eine CD-Produktion entgegennehmen. 150 Euro erhielt die Gruppe „Static Attic“ für den zweiten Platz. Seit einiger Zeit engagieren sich drei Bandmitglieder im Projekt „Soziale Stadt“ und wollen in absehbarer Zeit in der Projektwerkstatt in der Wilhelm-Leuschner Straße einen Studententreff organisieren und verschiedene Projekte auf den Weg bringen. „Hierfür können sie das Geld gut gebrauchen“,freute sich Jugendpfleger Hicking auch darüber, dass sich immer mehr Bürger für das Projekt Soziale Stadt begeistern und bereit sind, sich zu engagieren.

Der dritte Platz ging an die Schulband „Psycho Dudes“ der Groß-Zimmerner Albert-Schweitzer-Schule, die einen Auftritt beim Kürbismarkt als Preis erhielt. Beide Preise stellte der Groß-Zimmerner LOKAL-ANZEIGER zur Verfügung.

Nach der Siegerehrung war dann die Bühne frei für die Bands „Mid Live“, „Funkfragen“ und die Devils, die jede auf ihre Art Musik vom Feinsten boten. Während der Umbauphasen unterhielt der Dieburger Georg Becker das Publikum. Am späten Abend waren sich alle einig, eine durchaus gelungene Veranstaltung erlebt zu haben.

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