Seit 70 Jahren zieht Heinz Röhrig die Register in der Kirche

Ein Leben für die Musik

Seit 70 Jahren spielt Heinz Röhrig die Orgel. - Foto: Bernauer

Groß-Zimmern - Seit 70 Jahren spielt Heinz Röhrig in der katholischen Kirche die Orgel und bis heute kann er die Finger einfach nicht von der Tastatur lassen.

Kürzlich bedankten sich die Gemeinde und Pfarrer Christian Rauch bei dem 82-Jährigen für seinen Einsatz mit einem bestens gefüllten Präsentkorb.

Mit zwölf Jahren saß Röhrig in seiner Heimatstadt Eppertshausen zum ersten Mal an der Orgel. Zuvor hatte er schon einige Jahre Unterweisung am Klavier bekommen, bis nach Seligenstadt musste er dafür zeitweilig fahren. Schon mit elf Jahren erhielt er Unterricht an der Akademie für Tonkunst in Darmstadt. Hier nahm er auch seine ersten Orgelstunden. Die frühe Musikerkarriere ging weiter, mit 18 Jahren leitete er den Kirchenchor in Eppertshausen, zwei Jahre später dirigierte Röhrig noch fünf weitere Chöre.

Nach Groß-Zimmern kam er der Liebe wegen. 1953 hat er seine spätere Frau Liesl kennengelernt, die ebenfalls stark mit der Musik verbunden war. Sie arbeitete als Opernsängerin am Staatstheater in Darmstadt. Röhrig begann die Orgel auch in Zimmern zu spielen. Gut erinnert er sich noch an das alte Instrument, das in den 70er-Jahren erneuert wurde.

Einige Zeit war Röhrig der einzige Organist in der katholischen Kirche. Da traf es sich gut, dass er nicht gerne in Urlaub fuhr. Seit etlichen Jahren hat er nun Unterstützung von Klaus Wörtche. Mit 82 könnte Röhrig sich längst in den Ruhestand verabschiedet haben, aber er liebt die Musik. So spielt er heute nicht nur die Orgel in Groß-Zimmern, sondern regelmäßig auch in Klein-Zimmern, zudem kennt er die Dieburger Orgel ebenfalls recht gut. Er leitet immer noch zwei Männerchöre und mit seiner Frau singt er gerne bei hohen Geburtstagen oder Jubiläen.

„Ich freue mich auf die neue Orgel und hoffe, wenn sie aufgebaut ist, noch fit genug zu sein, sie spielen zu können“, wünscht sich Röhrig für die Zukunft. J bea

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