Lebendige Farben in „Bewegung“

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Elisabeth Förster (links) und Hedi Göbel bei der Vernissage im Glöckelchen neben einem Bild der Malerin mit dem Titel "Kathedrale".

Groß-Zimmern - (ves) „Das ist meine Lieblingsserie“, begeisterte sich eine Besucherin. „Schau doch nur diese Farben, so lebendig“. Eine fachkundige Betrachtung wie sich zeigte, nannte doch Künstlerin Hedi Göbel diese vier Werke in den kräftigen Rottönen „Bewegung“. Neben den abstrakten Werken der Malerin sind Blumen und Landschaften Themen, die sie in ihren Bildern verarbeitet

„Bei einer Reise nach Alaska letztes Jahr hatte ich viele Impressionen“, erzählt Göbel. „So erhielten die Robbe und andere Gemälde kühle Blautöne“. Die Künstlerin entdeckte vor knapp 13 Jahren ihre Leidenschaft fürs Malen. Sie studierte in verschiedenen Ateliers und der Europäischen Kunsthochschule in Trier. Nach ihrer Beteiligung an mehreren Sammelausstellungen ist dies die erste alleinige Ausstellung der Malerin. Zur Vernissage hatten sich am Freitag zahlreiche Besucher im Glöckelchen eingefunden, um jedoch nicht nur die rund 30 Werke der Malerin zu betrachten, sondern auch, um den Balladen von Elisabeth Förster zu lauschen.

„Ich kam eigentlich durch Zufall zum Schauspielunterricht und nahm dann Sprecherziehung, um meine Gedichte noch besser rezitieren zu können“, blickt Förster zurück. „So entdecke ich meine große Leidenschaft“. Zur Vernissage hatte Förster zu den Bildern passende Gedichte gewählt, die sie dem begeisterten Publikum vortrug. Der malerischen Trilogie „der kleine Delphin“ empfand sie das Gedicht „Gebären“ von Julie Schrader nach. „Für das Gemälde der Robbe habe ich die Ballade von der Lichtmalerei von Robert Gernhardt ausgesucht“, erzählt Förster.

Viele fachkundige Besucher waren begeistert von den Darbietungen, die nur am Wochenende zu sehen waren. „Ich komme morgen noch einmal mit einer Bekannten her, um die Bilder ganz in Ruhe zu betrachten und auf mich wirken zu lassen“, sagte eine Besucherin.

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