Zweiklang des wichtigen Organs ist auch beim spontanen Zeichnen vorhanden

Lebkuchenherz und Herzeleid

Über Herzeleid und Herzelust spricht Ulrike Lang (rechts) mit den Besucherinnen des Frauenfrühstücks.

Groß-Zimmern - (bea) „Malen sie spontan ein Herz, ohne künstlerische Ansprüche“, bittet Ulrike Lang. Es stellt sich heraus, dass die meisten Frauen das Herz in zwei Hälften malen, die wenigsten malen es mit einem Strich. „Das zeigt den Zweiklang des Herzens, das ist schließlich durch die Herzscheidewand in zwei Teile geteilt“, erklärt Lang.

Referentin Lang hat die Frauen des Frauenfrühstücks voll gepackt. Auf unterschiedlichsten Wegen nähert sie sich dem Organ des Körpers, das viele für das Symbol des Lebens und der Liebe halten. Allein die Begrifflichkeiten, in denen das Herz vorkommt: Wir fassen uns ein Herz, ein Stein kann uns vom Herzen fallen oder das Herz rutscht uns vor Angst in die Hose.

Es gibt das Herzeleid aber auch das Lebkuchenherz. In vielen Liedern kommt das Herz vor und als eine der Frauen eine Liedtextänderung von „Geh aus mein Herz“ in „Geh aus meine Leber“ vorschlägt, da herrscht großes Gelächter. Dieses Organ, das zumeist nur so groß ist wie die Faust, die ein Mensch bildet, hat eine Sonderstellung - und das in jeder Beziehung.

Aber auch unter gesundheitlichen Aspekten beleuchtete Lang das Herz. „Frauen holen auf beim Herzinfarkt“, so ihre Information. Und ab den Wechseljahren nimmt das Herzinfarktrisiko für Frauen zu. Täglich 9 000 Liter Blut pumpt dieses Organ durch unseren Körper und man kann es dabei kaum beeinflussen. „Außer durch Aufregung“, wirft eine der Frauen ein, „dann schlägt es schneller“.

Den damaligen Tabubruch der ersten Herzverpflanzung spricht Referentin Lang noch an und wirft die Frage auf: „Was macht ein fremdes Herz mit mir?“.

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