Lehrer im Dschungel der Friedensschule

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Mit dem Elefantenkostümen haben die Schauspieler viel Spaß. Für das Stück "Dschungelbuch" proben die Lehrer der Friedensschule bereits eifrig.

Groß-Zimmern (bea) ‐ „Ein Rekrut ohne Rüssel?“, ruft ein Elefant ganz erstaunt aus und trötet seinen dickhäutigen Kollegen an: „Schnäuz du dir erst mal deinen Rüssel!“. Drei Elefanten wedeln eifrig mit ihren langen Nasen und bestaunen das Menschenkind Mogli, dem die anatomische Besonderheit der Elefanten fehlt. Für ihr viertes Theaterstück proben die Lehrer der Friedensschule zur Zeit, diesmal haben sie sich das Dschungelbuch von Walt Disney ausgesucht.

Nach der „Kleinen Hexe“ (1994), den „Bremer Stadtmusikanten“ (2003) und „Urmel aus dem Eis“ (2007) bringen sie diesmal den Dschungel an die Friedensschule.  Noch proben die Lehrer der Grundschule zumeist ohne Kostüme, die Elefantenrüssel haben sie speziell für die Fotografin angelegt.

Erst einmal sorgen die Kostüme mit den großen Ohren für Gelächter unter den Schauspielern, aber es zeigt sich auch, dass so manches Dickhäuterhaupt noch einer Nacharbeit bedarf, da es dem Menschen vom Kopf rutscht.

„Probier's mal mit Gemütlichkeit..“

Die Szenen eins bis vier stehen aktuell auf dem Probenplan, deshalb sind auch nur jene Lehrer da, die bei diesen Situationen mitspielen. „Probier's mal mit Gemütlichkeit..“ schallt es von der Bühne und die Elefanten singen nicht nur, sondern drehen sich behäbig im Kreis.

Bereits vor den Sommerferien wurde mit den ersten Leseproben begonnen, nun ist die erste Personenprobe auf der Bühne.

Es gibt einen großartigen Affenkönig

Kopfschüttelnd betrachtet die stellvertretende Schulleiterin Elisabeth Beskrowny ihre schlanken Elefantenkollegen: „Die sehen ja richtig verhungert aus, und sollten sich mal meiner Figur anpassen“, meint sie. Mittlerweile hat Schulleiter Axel Pucknat sich auf die Bühne geschwungen.

Er gibt einen großartigen Affenkönig. Pucknat freut sich, dass sich das Kollegium wieder für eine Lehrer-Theatervorführung entschieden hat. „Das macht zwar auch viel Arbeit, aber ich kenne keine Schule außer der unseren, die immer mal wieder für ihre Schüler auf die Bühne geht“.

Erlös fließt in den künstlerischen Bereich der Schule

Die Kinder und ihre Eltern werden bei den fünf Aufführungen gewiss viel Spaß haben, aber auch sonst gewinnt die Schule. Die Erlöse aus den Eintrittsgeldern wird wohl in den künstlerischen Bereich der Schule fließen. Fünf Auftritte sind für das Wochenende vom 19. bis 21. November geplant. Karten im Vorverkauf gibt es nur an der Schule, vom 1. bis 3. November, zwischen 9.20 bis 9.40 Uhr.

Eine kurze Zeitspanne, aber Pucknat zeigt sich zuversichtlich: „Bis jetzt war noch jede unserer Aufführungen im Nullkommanichts ausverkauft“, sagt er.

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