Letztes Geleit für 17-Jährigen

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Durch den ganzen Ort erstreckte sich der Trauerzug.

Klein-Zimmern (wd) - „Du hast etwas erreicht, was ich als Pfarrer nie geschafft habe.

Deine Kirche ist voll“, sagte Pfarrer Christian Rauch gestern zu Beginn des Requiems der Trauerfeier für den 17-jährigen Klein-Zimmerner, der sich vergangenen Samstag das Leben genommen hatte (wir berichteten). Unter den weit über 1000 Trauergästen waren hunderte Mitschüler und Weggefährten des Jugendlichen, die auf diesem schweren Gang größtenteils von ihren Eltern begleitet wurden.

In einer bewegenden Trauerrede mahnte Pfarrer Rauch, man möge mehr aufeinander zugehen und neue Wege im Umgang miteinander finden. „Um das Vorgefallene zu begreifen, fehlen einem die Worte. Und im Falle des Verstorbenen kann ich nur sagen: Es wurde zu wenig geredet“, betonte Bürgermeister Achim Grimm in ganz persönlichen Sätzen, in denen er den Hinterbliebenen versicherte, sie seien ebenso wie ihr Sohn, immer für die Allgemeinheit da gewesen, wenn sie gebraucht wurden. Viele Fragen blieben offen, die in den kommenden Wochen und Monaten zu klären seien, so Grimm weiter.

Dem Verstorbenen sei etwas passiert, das er hätte erklären können, und dabei gewiss auch Gehör gefunden hätte. Er habe seine eigenen Konsequenzen aus dem Fehlverhalten gezogen und damit allen in seinem Umfeld eine Aufgabe hinterlassen. Sie sollten in Zukunft mit mehr Vertrauen, Offenheit und Respekt miteinander umgehen.

Neben dem Bürgermeister, der im Namen der Feuerwehren sowie der Kinder- und Jugendförderung sprach, bei denen der 17-Jährige mit vorbildlichem Engagement und herausragenden Eigenschaften tätig war, würdigten Vertreter der Ministranten und der Schulen den Verstorbenen.

Im Anschluss an den Gottesdienst zog die Trauergemeinde zum Klein-Zimmerner Friedhof, um ihm dort die letzte Ehre zu erweisen.

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