Lippen schweigen nicht

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Beliebte und bekannte Melodien trug der Männer- und Frauenchor der Chorgemeinschaft vor.

Groß-Zimmern (bea) ‐ Durch eine Zeitreise der ganz besonderen Art nahm die Chorgemeinschaft am Sonntagnachmittag ihr Publikum in der Mehrzweckhalle mit. Beliebte Lieder und Melodien, von den Sängern „Gassenhauer“ getauft, rissen die Zuhörer förmlich von den Stühlen. Bei den meisten Besuchern blieb es dann auch nicht beim Zuhören, begeistert wurde mitgesungen.

Einen Querschnitt durch alle Musikstile boten die Sänger, die sich für dieses Projekt zu einem extra Chor zusammen gefunden hatten. Die älteren Semester überwogen, aber auch so manche junge Stimme hatte sich von den schwungvollen Melodien verzaubern lassen.

Einige Sänger sind nur zu diesem Projekt gekommen und werden uns nun wieder verlassen“, bedauerte Chorleiter Detlef Bergmann und freute sich gleich wieder, denn: „Andere werden aber auch bei uns bleiben.“

Mit einem Berlin Medley startete der Chor, und machte viele Ausflüge in die Operette. „Lippen schweigen“ aus der „Lustigen Witwe“ sangen die Chormitglieder, deren Lippen ganz und gar nicht schwiegen. Ein Echo erklang aus dem Zuschauerraum, wo so mancher die bekannten Stücke mitsang. Bei den beschwingten Liedern kamen die Sänger regelrecht ins Schunkeln und selbst die Thekenmannschaft am anderen Ende des Saals konnte nicht mehr stillhalten. Eine lange Reihe hatten die Damen und Herren gebildet und wiegten sich gemeinsam zu den eingängigen Melodie.

Hugo Hoffmann zitiert aus dem Lokalanzeiger

Sachkundig führte Bergmann das Publikum durchs Programm. Mit viel Witz und Charme kündigte er die einzelnen Titel an und wusste immer etwas zu den Stücken zu erzählen. „Wiener Walzer, das war am Anfang etwas höchst unmoralisches. Da tanzt man ja die ganze Zeit eng zusammen“, schlug Bergmann den Bogen zur „Czardasfürstin“. Etwas neuzeitlicher ging es in der zweiten Hälfte des Konzerts zu. Neben vielen Musical-Melodien erfreuten die Sänger auch mit Hits von Udo Jürgens.

Vor der Pause gab es allerdings auch noch eine Überraschung für das Publikum. Hugo Hoffmann betrat die Bühne und zitierte aus dem Lokalanzeiger anno 1970. „Ein Frauenchor gründete sich in der Chorgemeinschaft“, die damals noch Männergesangverein hieß. Im April 1970 hatten die Damen ihr erstes Konzert, bereits sieben Monate später ihren ersten Auftritt. Die Gründungsdamen bat Hoffmann auf die Bühne, einige von ihnen singen heute noch in der Chorgemeinschaft.

Solistische Einlagen gab es ebenfalls für die Zuhörer. Im Duett sangen Katharina Knierieme und Jutta Werner, also Mutter und Tochter. Dirk Heimburger, alias Hasi, glänzte als Sonny Boy.

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