Verkerhrsgefährdende Stellen werden ausgebessert

Loch an Loch dauert noch

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Gut ausgerüstet sind Dieburg und Münster mit ihrem Asphaltreparatur-Zug.

Groß-Zimmern (bea) ‐ Einer Buckelpiste gleicht die Röntgenstraße in Höhe der Tankstelle nach dem Verschwinden der zuletzt gar nicht mehr weißen Pracht. Insgesamt halten sich die Schäden an den Groß-Zimmerner Straßen nach dem diesjährigen ersten Wintereinbruch jedoch in Grenzen. Das meint zumindest Bauamtsleiter Klaus Keller.

„Der Winter ist noch nicht zu Ende. Das war jetzt erst mal eine Frostperiode und die verlief im Vergleich zum letzten Winter relativ glimpflich. Nichts desto trotz haben wir schon das eine oder andere Loch“, berichtet Keller. Auch die Straßenschäden in der Röntgenstraße hält er nicht für eine Bedrohung im Straßenverkehr. Da will das Bauamt den Winter abwarten und dann entscheiden, was zu tun ist. Von einem tiefen Schlagloch in der Memelstraße weiß der Bauamtsleiter noch zu berichten. Doch hier war der Bauhof sofort am Werk, dieses Loch ist bereits geflickt. Strategie der Gemeinde ist es im Moment, Schäden, die eine Gefährdung der Verkehrsteilnehmer darstellen, sofort zu beseitigen. „Schlaglöcher, die lediglich wenige Zentimeter tief sind und nur den obersten Belag betreffen, wie in der Röntgenstraße, flicken wir noch nicht, weil der erneuerte Belag gleich wieder draußen wäre“, sagt Keller. Zudem hätten die Mischwerke, die Heißasphalt herstellen, aufgrund der aktuellen Wetterlage ihre Arbeit eingestellt.

Geflickt wird im Moment mit Kaltasphalt, der eingestampft wird. Problem dabei ist, dass diese Reparaturstellen in der Regel nicht lange halten. Einen Straßenreparaturzug, wie ihn die Gemeinden Dieburg und Münster zusammen angeschafft haben, kann Groß-Zimmern sich nicht leisten. „Dafür bestand aufgrund der milden Winter, die wir in den letzten Jahren hatten, keine Notwendigkeit“, erklärt der Bauamtschef und ergänzt: „Bei der aktuellen Haushaltslage können wir daran im Moment nicht denken.“

Von der interkommunalen Zusammenarbeit, wie Dieburg und Münster sie mit der Anschaffung des Reparaturzugs bereits seit dem vergangenen Jahr praktizieren, habe er leider zu spät erfahren, erklärte Bürgermeister Achim Grimm auch Nachfrage des LA. Er wolle diesbezüglich bald Gespräche führen.

Mit größeren Reparaturmaßnahmen müsse man auf die mildere Jahreszeit warten. „Zudem bedeuten größere Maßnahmen auch Kosten. Wie es scheint, sollen auch die Mittel für Straßenunterhaltungsmaßnahmen gekürzt werde. Erst wenn ich weiß, wieviel Geld zur Verfügung steht, kann ich einzelne Maßnahmen vorschlagen“, erläutert Keller. Auch eine „Schlagloch-Hotline“, wie sie andere Gemeinden eingerichtet haben, wird es in Groß-Zimmern nicht geben. „Wir sind aber dankbar, wenn die Bürger Straßenschäden bei der Verwaltung melden.“ (z 97020) Zwar seien die Bauhofmitarbeiter täglich unterwegs, „aber wir kommen nicht immer überall hin“, so Kellers Appell. Der Wintereinbruch hat auch den Restarbeiten an der Lebrecht- und der Blumenstraße einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Straßen sind zwar längst abgenommen und für den Verkehr frei gegeben, die eine oder andere kleine Arbeit fehlt jedoch noch. „Das beauftragte Unternehmen kommt aus dem Osten und wartet darauf, dass auf Dauer absehbar ist, dass das Wetter auch diese Arbeiten auch tatsächlich zulässt“, so Keller.

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