Was macht die Linie 672 in der Memelstraße?

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Busspuren: Auf ganzer Länge sieht der Rasen in der Memelstraße 18 und 20 aus als hätten hier Wildschweine getobt.

Groß-Zimmern (guf) - Ruhig ist es in der Memelstraße 18 und 20. Die Häuser hinter dem alten Aldimarkt liegen zwar zentral, aber in der Regel kommt nur her, wer hier auch wohnt.

Auch wegen des angrenzenden Kindergartens Wichernweg ist die verkehrsberuhigte Sackgasse oberhalb der Angelgartenstraße deutlich als Anliegerzone gekennzeichnet. Nicht wenig staunten da die Bewohner, als am Donnerstag früh gegen 7. 20 Uhr ein vollbesetzter Gelenkbus vor ihren Fenstern rangierte.

Die Dadina-Linie 672 kutschiert um diese Zeit allmorgendlich hauptsächlich Kinder zur Schule - nur an diesem Tag, da hatte der Fahrer sich wohl vertan. „Im dichten Nebel ist er zu früh abgebogen“, erklärte Marina Pohl, Sprecherin der Verkehrsgesellschaft Werner, gestern auf Nachfrage des LA. „Wir haben uns bereits von dem Fahrer getrennt“, ergänzte sie und betonte: „Für die Fahrgäste hat keine Gefahr bestanden. Deren Sicherheit ist für uns oberstes Gebot.“

Ein kleines Kunststück ist es schon, mit dem großen Gelenkbus in die enge Gasse zu fahren, aber ein wesentlich größeres ist es, auch wieder heraus zu kommen. Der Privatparkplatz musste geräumt werden und beim Abbiegen aus der Einfahrt ging es knapp an einem Balkon vorbei über den Rasen, in dem die Reifen steckenblieben. „Der Eigentümer wird prüfen lassen, ob der Kanal gefährdet ist“, berichtete Hausmeister Axel Klein. Ein Ersatzbus holte die Fahrgäste ab und nach einer Stunde war der Zauber vorbei.

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