Mädchen testen den „Männerjob“

Gross-Zimmern - Gleich drei junge Damen hatte Revierförster Martin Starke am Girls" Day zu Gast. Die Schülerinnen wollten am Donnerstag mehr über den typischen Männerberuf erfahren. Von Ursula Friedrich

Mit Fahrrädern machte sich das Quartett auf in den Wald, um anschaulich die Tätigkeit des Försters kennenzulernen. Dass Petrus den Ausflüglern einen herrlich sommerlichen Tag bescherte, mag dem Berufsbild Förster weitere Pluspunkte beschert haben. Fazit von Kaja Günther der Klasse 7e des Max-Planck-Gymnasiums Groß-Umstadt: „Ich finde es schön, dass man so viel draußen ist.“

Welche Bäume müssen gefällt werden? Wo wurde aufgeforstet? Wie schützt man Setzlinge gegen den Appetit von Rehwild? Die drei Mädchen nahmen viel Wissenswertes mit. „Ich habe versucht, das Thema Nachhaltigkeit einzubauen“, sagte Martin Starke.

„Dieser Begriff entstammt ja auch der Forstwirtschaft.“ 300 Jahre Tradition hat das Wort Nachhaltigkeit hier bereits – ist in Bezug auf Ökologie heute jedoch populärer denn je.

Bei der Theorie blieb es nicht

Für die Girlsday-Aktiven blieb es nicht bei der Theorie. An der Birkertsschneise wurde gepflanzt. Neben einem Teich, der im Rahmen des Naturschutzprojektes „Messeler Hügelland“ vor einiger Zeit angelegt wurde, setzten die Mädchen mit fachlicher Unterstützung mehrere Wildapfelbäume – den Baum des Jahres 2013. Während dieser Tätigkeit bahnte sich einer der Höhepunkte des Girlsday an: Im Teich schwamm eine junge Ringelnatter und ließ sich beim Badevergnügen eine Weile beobachten.

Das Mädchen-Trio nahm – keine Frage – viele Eindrücke mit nach Hause. Einen konkreten Berufswunsch spürt Gesine Prior (G6b der Albert-Schweitzer-Schule in Groß-ZImmern) noch nicht, „ich habe ja auch noch Zeit.“

Für die kleine Elin Mönch (G5d an der ASS) steht bereits fest: „Försterin werde ich nicht! Vielleicht doch lieber Architektin.“

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