Kinderladen Kinderfrei(t)räume

Ab März längere Betreuungszeiten

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In Bewegung (v. l.): Tobias, Jette, Ben, Sarah und Sophie mit Erzieherin Conny Dengler.

Groß-Zimmern - Enttäuscht sind die Vorstandsmitglieder und Erzieherinnen des Kinderladens Kinderfrei(t)räume. Sie sind vollzählig erschienen. Aber zum Infoabend vergangene Woche sind keine Besucher in den Kinderladen gekommen. Von Melanie Mierzowski 

„Warum nicht?“, geht die Frage durch die Runde. Seit 22 Jahren gibt es den integrativen Kinderladen, seit neun Jahren ist der Verein in der Röntgenstraße 10 untergebracht. die großen, hellen Räume bieten viel Platz zum Spielen und Toben, aber auch kuschelige Rückzugsmöglichkeiten für die Kleinen. Der Außenbereich mit Gärtchen lädt zum Spielen und Gärtnern ein. Die Umgebung insgesamt überzeugt: Natur, nahe dem Wald gelegen, Felder, Wiesen, ein Bachlauf. In unmittelbarer Nähe gibt es Einkaufsmöglichkeiten und Unternehmen wie eine Autowerkstatt, wo die Kinder gerne mal zuschauen dürfen oder einen Baumarkt mit Schreinerwerkstatt, der sich über die neugierigen Besucher freut und auch schon das ein oder andere „Hölzlein“ zum Spielen und Basteln geliefert hat. Eine Landmaschinen-Firma, wo Bagger, Kran, Traktoren bestaunt werden können. Und nicht zuletzt ein Labor-Shop, der schon oft Interessantes und Kurioses für das Kindergarten eigene „Mini-Labor“ gespendet hat. „Wir fühlen uns hier wie in einer großen Familie und leben das auch so mit den benachbarten Firmen,“ berichten die Erzieherinnen. „Und das kommt unseren Kindern zugute. Sie spüren den liebevollen und hilfsbereiten Umgang. Und lernen, dass das normal und schön ist, im Gegensatz zu irgendwelchen Streitereien.“

Weitere Infos gibt’s unter www.kinderfreitraeume.de, per eMail: kontakt@kinderfreitraeume.de, Tel.: 42708, oder beim nächsten Informationsabend am Donnerstag, 3. April, um 20 Uhr in den Räumlichkeiten in der Röntgenstraße 10.

Das Miteinander wird im Kinderladen groß geschrieben. Basierend auf dem Gründungsgedanken, dass Eltern mitbestimmen wollen. Familiärer Umgang, Orientierung am Situationsansatz und eine gemischte Gruppe von derzeit zwanzig Kindern, davon drei U3-Plätze und ein Integrationskind, bietet der Kinderladen. Vorstandsmitglied Christoph Gaa resümiert: „Wir lassen uns nicht entmutigen. Auch wenn an einem Infoabend mal keine Eltern kommen. Das Konzept ist super. Die Kinder fühlen sich sehr wohl. Und darauf kommt es doch schließlich an.“ Nicole Razen-Henry, Yasemin Atmaca und Inge Kolip nicken. „Erziehungspartnerschaft“, das Motto des Kinderladens, will eben gelebt sein.

Die derzeitigen Betreuungszeiten freitags von 7.45 Uhr bis 13.45 Uhr, inklusive Mittagessen, werden ab März voraussichtlich auf 15 Uhr erweitert, um berufstätigen Eltern entgegen zu kommen. Noch ist die Gruppe voll, aber neun Kinder werden bis August ausscheiden, weil sie dann in die Schule kommen. Sie alle sind traurig, ihre guten Freunde und die Erzieherinnen, Conny Dengler, Kirsten Bohländer und Ulli Sommer verlassen zu müssen. Wer Interesse hat, den besonderen Kindergarten kennenzulernen, kann jederzeit vorbei schauen.

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