Malen wie Hundertwasser

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Nico, Philipp, Martin, Julia und Lenny gestalteten zu Gunsten der Erdbebenopfer von Haiti bunte Postkarten.

Klein-Zimmern (ula) ‐ Den 61 Kindern der Geißbergschule ging der Pinsel leicht von der Hand. Im Unterricht durften sie malen wie Hundertwasser oder Monet.

Ihre Arbeiten zieren nun Postkarten, die beim Frühlingsbasar der Grundschule zu Gunsten der Erdbebenopfer auf Haiti verkauft wurden. Trotz beharrlicher Kälte strömten die Besucher am Freitag zum Basar, denn neben den Kunstwerken lockten ein attraktives Bastelangebot, leckere Kuchen und ein Bücherflohmarkt. Auch hier waren Kinder die Protagonisten: Was an Literatur aus dem Kinderzimmer ausgemustert wurde, boten die Schüler zum kleinen Preis feil. Mit einem musikalischen Auftakt wurden pünktliche Gäste verwöhnt: Die Flöten-AG und der Schulchor präsentierten zu Beginn der Veranstaltung Werke aus ihrem Repertoire.

Auch ein Teil der Einnahmen aus Kuchen- und Basarverkauf soll nach Haiti gespendet werden. „Die Schüler sind während des Religionsunterrichts selbst auf die Idee gekommen, eine Hilfsaktion zu starten“, sagte Schulleiterin Angelika Klindt. Die Einnahmen sollen ebenfalls Kindern zu gute kommen. Um die Spendensumme noch aufzustocken, werden die bunten Postkarten mit Blumen- und Phantasiemotiven auch weiterhin in der Buchhandlung „Lesezeichen“ (Jahnstraße), in der „Weckstubb“ in Klein-Zimmern sowie der Geschäftsstelle des Lokal-Anzeigers in der Schlossgasse 4 in Dieburg, angeboten.

Frühlingsbasar erfüllt schonmal kleinere Wünsche

Der Frühlingsbasar an unserer Schule hat schon Tradition“, sagte die Schulleiterin. Auch diesmal kreierten Eltern und Kinder wieder pfiffige Osterdekoration, vom klassischen Ei bis zum Seerosenteelicht und Kressefrosch.

Mit den Einnahmen gelingt es immer wieder, kleinere Wünsche zu erfüllen, die vom Schulträger nicht finanziert werden. Derzeit spart die Grundschule eine Summe für eine Kletterwand an. Eine Vision ist die Neugestaltung des Schulhofs und die Umgestaltung des Gartens zum „grünen Klassenzimmer“. Da die Schule nicht nur über kleine Künstler, sondern auch engagierte Eltern verfügt, wird im April in Eigenhilfe losgelegt: Der Wildwuchs im Garten wird entfernt, die Kräuterschnecke freigelegt und zumindest ein kleiner Teil des großen Herzenswunsches so erfüllt.

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