Neuer Vorsitzender der Gemeindevertretung gewählt

Blumen vor dem Haushalt

+
Manfred Pentz (links) ist neuer Vorsitzender der Gemeindevertretung. Der stellvertretende Vorsitzende Friedrich Faust gratulierte und überreichte ihm Blumen. Vorgängerin Katharina Geibel fehlte entschuldigt. Sie feierte am Dienstag ihre Silberhochzeit mit Ludwig Geibel.

Groß-Zimmern - Zu Beginn der Gemeindevertretrsitzung am Dienstag im Rathaus wurde nach dem Rücktritt der bisherigen Parlamentsvorsteherin Katharina Geibel (CDU, wir haben berichtet) zunächst ein Nachfolger für das Amt gewählt. Von Gudrun Fritsch

Markus Geßner schlug, wie im Vorfeld mit den Parlamentskollegen abgesprochen, den 33-jährigen Manfred Pentz vor. Bevor der Stellvertretende Vorsitzende Friedrich Faust die Parlamentarier abstimmen ließ, ergriff Janek Gola das Wort. „Auch wenn Pentz zu meinen Freunden zählt, werde ich ihn nicht wählen, denn ich bin kein Freund von Ämterhäufung“, kündigte er an. Als „Vollblutpolitiker“ könnte Pentz die Termine in seinem Heimatort kaum wahren, so die Kritik.

Immerhin, der Landtagsabgeordnete und Finanzpolitischer Sprecher der CDU Landtagsfraktion, seit 1995 Mitglied im CDU-Vorstand Groß-Zimmern und seit 2001 Gemeindevertreter, ist auch Mitglied im Kreisvorstand und seit 2006 Vorsitzender der CDU Darmstadt-Dieburg. Zudem ist er seit 2011 stellvertretender Vorsitzender im Verwaltungsrat der Sparkasse Dieburg, Sprecher für Industriepolitik und mit Mitgliedschaften und Funktionen in diversen Ausschüssen und Gremien des Hessischen Landtags befasst, weshalb er häufig auf Reisen im Europäischen Ausland unterwegs ist.

Aber abgesehen von Gola sowie einem weiteren Gemeindevertreter schenkten ihm alle Zimmerner Parlamentarier das Vertrauen. „Ich wurde gebeten, das Amt zu übernehmen, und da ich sowieso bisher bei sehr vielen Terminen anwesend war, habe ich zugesagt“, so Pentz in seiner kurzen Rede. Er werde darauf bedacht sein, die Gesamtheit im Auge zu behalten, und den Minderheitenschutz wahren. „Ich achte darauf, stets so schnell wie möglich von Wiesbaden nach Zimmern zu kommen“, betonte er. Blumen gabe es von Faust und dann konnte Pentz als erste Amtshandlung die Einbringung des Haushaltes 2014 ankündigen.

„Ein Sicherungskonzept ist noch zu erstellen“, leitete Bürgermeister Achim Grimm den Bericht zum Entwurf des Zahlenwerks ein.

„Die Erträge im Ergebnishaushalt belaufen sich auf 21 244 894 Euro und die Aufwendungen betragen 22 755 844 Euro, was einen Fehlbedarf von 1 510 950 Euro aufzeigt. Damit hat sich der Fehlbetrag von rund 700 000 Euro in 2013 etwas mehr als verdoppelt“, trug Grimm die wesentlichen Zahlen vor.

Unter der Prämisse, dass die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht durch gesetzliche Neuregelungen oder negative Entwicklungen auf dem Finanzsektor zu Abweichungen führen, könnte das negative Jahresergebnis im Ergebnishaushalt von derzeit 1,5 Millionen Euro bis 2017 auf 374 000 Euro reduziert werden. „Wie sie aber alle wissen, sind wir gesetzlich dazu verpflichtet, bis spätestens 2020 einen ausgeglichenen Ergebnishaushalt vorzulegen.“

Im noch zu erstellenden Haushaltssicherungskonzept seien daher konkrete Angaben gefordert, wie der künftige Haushaltsausgleich herbeigeführt werden soll.

Die größeren Abweichungen gegenüber dem Haushalt 2013 sind zum einen rund 300 000 Euro weniger an Schlüsselzuweisungen. Die Kreis- und Schulumlage steigt um 223 000 auf rund 7,6 Millionen Euro und die Personalausgaben steigen um rund 214 000 auf 5,5 Millionen Euro.

„Erstmals haben wir im Haushalt die neue Kindertagesstätte Angelgartenstraße mit einem Zuschuss von 400 000 Euro eingerechnet“, so der Bürgermeister. Für die Sanierung der Evangelischen Kindertagesstätte sei ein Zuschuss von 80 000 Euro und für die Sanierung der Katholischen Kita ein Zuschuss von 62 000 Euro vorgesehen. Was für 2014 mit insgesamt 542 000 Euro an Mehraufwendungen zu Buche schlage. Schwerpunkte des Haushaltes 2014 sind besonders die Fertigstellung der neuen Kindertagesstätte in der Angelgartenstraße, die Erweiterung der Kläranlage, die Erschließung des Baugebiets „Im Schlädchen“, die Gestaltung des Jugend- und Sportparks auf dem Festplatz, der Straßenbau Endausbau „In der Pfütze“ sowie ein neuer Bagger für den Bauhof.

Der Haushalt soll nun in den Fachausschüssen beraten und im Dezember von der Gemeindevertretung beschlossen werden.

Kommentare