Klein-Zimmerns neuer Wehrführer ist Fabian Köbel

Markus Geßner gibt Staffelholz weiter

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Für Zimmerns Bevölkerung Tag und Nacht im Einsatz: Die Einsatztruppen der Feuerwehren. Das Foto zeigt Gemeindebrandinspektor James Bennett (Mitte) und Bürgermeister Achim Grimm (links) sowie die zahlreichen Aktiven, die bei der Hauptversammlung offiziell befördert wurden.

Gross-Zimmern - Zu 85 Einsätzen mussten die Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde im vergangenen Jahr ausrücken, 2015 waren es 87. 68 Kameraden stehen für die vielfältigen Aufgaben zur Verfügung, die moderne Feuerwehren heute leisten müssen.

Retten, bergen, löschen - von diesen originären Aufgaben der Wehr entfällt nur ein Bruchteil auf das Löschen von Bränden. 49 Hilfeleistungen machen 2016 das Gros der Einsätze aus. 14 mal rückten die Kameraden zu Bränden aus, 22 Fehlalarme schlagen zu Buche. 136 Stunden dauerten die Einsätze vor Ort, so die Bilanz des Gemeindebrandinspektors James Bennett bei der Jahreshauptversammlung der Wehren. 1613 Personalstunden waren in 2016 nötig, um Hilfe zu leisten, Brände zu löschen oder aufgrund von Fehlalarmen (22) tatenlos wieder abzurücken. Hinter nackten Zahlen verbergen sich Zerstörung und tragische Schicksale. In der Nacht zum Kerbsonntag zerstörte der einzige Großbrand 2016 mehrere Fahrzeuge und eine Kfz-Werkstatt. 15 Menschen wurden verletzt, als es zu einem CO2-Unglück auf Zimmerns Kart-Bahn kam. Die Einsatzabteilungen umfassen derzeit 68 Kräfte - dies ist ein Rückgang um fünf Aktive gegenüber dem Vorjahr. In die zweite Reihe zurückgetreten ist die Wehrführung der Einsatzabteilung aus Klein-Zimmern.

Nach 18 Jahren an vorderster Stelle ließ sich Wehrführer Markus Geßner, der seit insgesamt 35 Jahren Feuerwehrmann ist, nicht mehr zur Wahl aufstellen. Auch sein Stellvertreter Ralf Wiedekind macht Platz, für einen Jüngeren. Zum neuen Wehrführer für Klein-Zimmern wurde Fabian Köbel gewählt, sein Stellvertreter ist Marcel Silhanek. „Es gab drei Einsätze, auf die ich näher eingehen möchte“, so Geßner in seinem Rückblick: „Eine Feuermeldung in der Kita Angelgartenstraße unter der Woche tagsüber. Zum Glück stellte sich heraus, dass vermutlich das Kochen den Rauchmelder auslöste, ein brennender Lagerschuppen und mehrere brennende Fahrzeuge in der Nacht von Zimmerner Kerbsamstag auf Sonntag. Außerdem der CO-Alarm (Kohlenmonoxid) auf der Kartbahn. Dies gibt einen kleinen Einblick in das Spektrum an Aufgaben die uns begegnen. Unser Tagesgeschäft, von der Tragehilfe über vollgelaufene Keller und Ölspuren bis zur Behebung von Sturmschaden kommen hinzu.“ Um für diese sehr unterschiedlichen Aufgaben gewappnet zu sein, sind Aus- und Fortbildungen an der Tagesordnung. Auch im medizinischen Bereich.

Inzwischen verfügen 20 Prozent der 68 Kameraden auch über eine Ausbildung im Sanitäts- und Rettungsdienst. Allein 2016 wurden fünf weitere Sanitäter ausgebildet. Weitere Lehr- und Lerninhalte: Seminare zum Bedienen von Kettensägen, eine Sonderqualifizierung Tierrettung wurde im Vivarium durchgeführt, Gruppenführerlehrgänge, die Sonderausbildung für „dringende Türöffnungen“, sowie eine Spezialeinheit zum Thema Absturzsicherung wurde ausgebildet. „Die Einsatzabteilungen unserer Gemeinde verfügen über elf Feuerwehrfahrzeuge“, so James Bennett. Anfang April 2016 wurde die Fahrzeugflotte durch einen neuen Kommandowagen ergänzt.

In Klein-Zimmern wurde die betagte Tragkraftspritze durch ein modernes Modell ersetzt. Auch sponserte der Förderverein im kleinen Ortsteil zwei Mini-Wärmebildkameras. Die Einsatzabteilung in Groß-Zimmern erhielt Softshelljacken und leichte Dienstkleidung, die zur Hälfte vom Förderverein finanziert wurde. Der sponserte außerdem sechs Schlauchtragekörbe und einen Defibrillator-Trainer. Die Feuerwehr übernimmt auch pädagogische Aufgaben als Brandschutzerzieher. 17 Mal rückten die Kameraden in Kitas, Schulen und das Jugendzentrum zur Brandschutzerziehung aus. Und wie steht es um die eigene Jugend? 45 Kinder und Jugendliche werden in den Nachwuchswehren auf kommende Aufgaben vorbereitet - genießen die Gemeinschaft jedoch auch bei anderen Freizeitaktivitäten. Die Kindergruppe mit den Kleinsten Anwärtern zählt elf Aktive. In der Alters- und Ehrenabteilung sind 28 ehemalige Kameraden aktiv. (ula)

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