Maulwurf im Stadtdschungel

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Mit viel Spaß und Fantasie dachten sich die Mädchen und Jungen neue Abenteuer rund um Maulwurf Olli und seine Freunde aus.

Groß-Zimmern - Seit November 2009 bieten Ira Drewitz und Karin Göttmann von den Zimm’ner Bücherwürmern zusammen mit der Groß-Zimmerner Kinder- und Jugendförderung nun schon das Projekt „Abenteuer Lesen“ für Kinder im Jugendzentrum an. Von Martina Emmerich

Dabei soll nicht nur die Bereitschaft zum Lesen gefördert, sondern auch gemeinsam ein Buch geschrieben werden. Nach den Geschichten aus dem Zauberwald beschäftigen sich die Jungen und Mädchen seit August mit dem Thema Müll und Umweltschutz. Nach dem Auftakt im Müllmuseum, das im Rahmen der Aktionswoche „Zimmerner Stoff: Ortskern kreativ“ stattfand, trafen sich vier Mädchen und drei Jungs, um an ihrer „Eine zauberhafte Welt“ weiterzuschreiben.

Die aktuelle Geschichte „Der Großstadt-Dschungel“, die die Kids zusammen mit den Initiatoren Ira Drewitz, Karin Göttmann sowie Jugendpfleger Tom Hicking entwickelten, dreht sich um den Maulwurf Olli: Da dieser sich alleine fühlt, bricht er auf, neue Freunde zu finden und trifft dabei den Regenwurm Rudi, Kaninchendame Ann-Kathrin und der Maus Rosita. Als er von einer Protestaktion gegen die Bebauung weiterer Grünflächen der Stadt erfährt, will er sich zusammen mit seinen neuen Freunden für den Erhalt der „Grünen Inseln“ stark machen.

Hasen sollen Protestschilder malen

Doch nicht nur sie, sondern weitere Tiere versammeln sich, um den Menschen einmal zu zeigen, wo die Probleme liegen. „Die Hasen sollen Protestschilder malen und die Vögel Nüsse abwerfen“, schlägt der neunjährige Alexander Schwalm vor, der begeistert zu den „Abenteuer Lesen“-Treffen kommt, während auf Ann-Kathrin Benz (8) und Doria Cianis (6) Wunsch die Hasen mit in die Geschichte aufgenommen werden.

Juliane Jung (7) wirft ein, dass Hans-Peter Grabowski, der Führer der Maulwurfgewerkschaft, sich mit dem Bürgermeister Paul Köhler treffen solle, um ihn davon zu überzeugen, dass die Wiese als Heimat der Tiere erhalten bleiben müsse.

Happy End

Selbstverständlich sollte die Geschichte auch ein Happy End erhalten, da sind sich alle Teilnehmer des „Abenteuer Lesen“ Projekts, inklusive der vier Neueinsteiger, einig.

„Am Ende des Projektes werden alle Geschichten in einem Kalenderbuch veröffentlicht, zu dem jeder Teilnehmer auch seine eigenen Bilder malt“, sagt Jugendpfleger Tom Hicking, der gerne bei der Erfindung von Fantasienamen mithilft.

Während des zweistündigen Treffens konnten sich die Geschichtenerfinder zwischendurch mit Saft und Muffins, die die Hauswirtschafterin der Kinder- und Jugendförderung gebacken hatte, stärken.

Begleitet von Astrid Geiß, die die Koordination sowie das Müllmuseum übernommen hatte, wurde zum Abschluss des Treffens die Geschichte von Maulwurf Grabowski vorgelesen.

Der nächste „Abenteuer Lesen“-Treffen wird am 11. Oktober von 16 bis 18 Uhr sein. Dann wird wieder eine neue Geschichte entstehen, die an der Gersprenz, im Wald oder Park spielen soll – selbstverständlich mit einem kleinen Fingerzeig hinsichtlich Ordnung und Sauberkeit.

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