Maximales mit minimalen Mitteln erreicht

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Der Pausenhof an der Schule im Angelgarten soll neu gestaltet und der Eingang überdacht werden.

Groß-Zimmern ‐ Noch recht jung ist das Projekt Soziale Stadt in Groß-Zimmern. Einen Sachstandsbericht über das erste Jahr mit vielen Aktionen und Arbeitskreisen lieferte Tom Hicking, Jugendpfleger und HEGISS-Beauftrager der Gemeinde, den Kommunalpolitikern am Montag und Donnerstag in den Ausschusssitzungen. „Wir sind endlich beim WIR angekommen“, fasste er den sozialen Aspekt der Projekte in einem Satz zusammen. Von Gudrun Fritsch

Besonders bei der Neugestaltung der Freifläche zwischen Dresdener- und Angelgartenstraße habe sich eine Kerngruppe aus Anwohnern und engagierten Mitarbeitern zusammengefunden, 140 haben sich aktiv an den Bauwochenenden beteiligt. „Die Menschen sind sehr an dem Projekt interessiert. Besonders gefreut hat mich, dass ein Jugendlicher, der sich intensiv an den Arbeiten beteiligt hat, anschließend bei dem Gartenbauunternehmen eine Ausbildung anfangen konnte“, berichtete Hicking. Lob und Dank fand sein Einsatz bei den Ausschussmitgliedern, lediglich der FDP-Fraktionsvorsitzende Klaus Roth plädiert nach wie vor dafür, die Soziale Stadt ruhen zu lassen.

Weitere Aktionen für das Frühjahr geplant

Aus der Arbeit hat sich eine Gruppe gebildet, die sich regelmäßig im Jugendzentrum trifft, um Entwicklungen im Quartier zu besprechen“, berichtete Hicking. Für das kommende Frühjahr seien hier weitere Aktionen geplant, etwa zur Müllproblematik oder Freizeitgestaltung. Die Erneuerung des Parkplatzes an der Angelgartenstraße müsse grundlegend saniert werden. Diesbezüglich habe die Lenkungsgruppe, der neben Hicking auch Bürgermeister Achim Grimm drei Rathausmitarbeiter sowie die beiden Hauptamlichen der Projektwerkstatt angehören, Gespräche mit der Baugenossenschaft geführt. „Hier gibt es eine sehr positive Zusammenarbeit“, lobte Hicking.

150 000 Euro für Umgestaltung der Schulhöfe

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Im Frühjahr soll mit der Umgestaltung der Schulhöfe an der Angelgarten- und der Albert-Schweitzer-Schule begonnen werden. 150 000 Euro sind hierfür vorgesehen. Mit dem Kreis Darmstadt-Dieburg als Eigentümer der Flächen wurde eine Vereinbarung getroffen, dass er den Drittel-Anteil der Gemeinde übernimmt. „So entstehen uns keine Kosten“, meinte Hicking („Ich habe schon den Beinamen Sparbrötchen“) zufrieden. Eine Kletterwand soll in Zusammenarbeit mit den (Schule und Beruf) Schub-Klassen der ASS geplant und gebaut werden. „Allerdings wurde aktuell ein Pavillon an der Angelgartenschule genau da hin gestellt, wo wir etwas geplant hatten“, kritisierte Hicking die fehlende Information. Er findet dennoch: „Bisher haben wir Maximales mit minimalen Mitteln erreicht“.

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