Drei Züchter mit besten Noten bei der Kreiskaninchenschau.

Meister mit kuscheligen Langohren

Zimmerner Züchter mit ihren kuscheligen Langohren (von links) Jens Haas, Stefanie Fröhlich und Hans Tuchny, der es mit seinen Kaninchen der Rasse Alaska zum Kreismeister geschafft hat. Dieses Lohkaninchen schwarz (links) ist eines von vier Kreismeistern.Fotos (2): Bernauer

Groß-Zimmern (bea) ‐ „Die schlechten haben wir zu Hause gelassen“, sagt Züchter Wilhelm Möser. Und das muss wohl stimmen. Bei der Jubiläums-Kreiskaninchenschau der Zimmerner Kleintierzüchter regnete es nicht nur draußen, sondern auch drinnen, nämlich Meistertitel. 37 mal wurde die höchste Auszeichnung vergeben, wobei so mancher Züchter gleich bei zwei Rassen den Kreismeistertitel erhielt.

Beispielsweise Möser aus Klein-Umstadt. Mit seinen Mecklenburger Schecken schwarzweiß erreichte er 381 Bewertungspunkte, mit den blaugrauen Wienern 385. Bewertet werden immer vier Tiere einer Rasse, theoretisch sind 400 Punkte möglich. „Die Preisrichter geben aber nie die Höchstzahl“, sagt Jens Haas vom ausrichtenden Verein. „Um Kreismeister zu werden, sind mindestens 378,5 Punkte nötig“.

371 Tiere wurden am Wochenende im Vereinsheim ausgestellt, 40 Rassen und Farbenschläge waren vertreten.

Aus Groß-Zimmern haben drei Züchter den Titel erhalten: Ernst Keller siegte mit roten Neuseeländern, Hans Tuchny gegen starke Konkurrenz mit der Rasse Alaska und Ursula Tuchny mit schwarzen Zwergwiddern. Bei den Jugendlichen schaffte Lukas Haas mit Zwergwiddern chinafarben-weiß den Sprung aufs Treppchen. Stefanie Fröhlich, die in den letzten Jahren einen Dauerplatz bei den Kreismeistern hatte, hat ihr Ziel diesmal knapp verfehlt.

„Einer von meinen Farbenzwergen hat einen Fehler am Auge. Deshalb wurde das Tier nicht gewertet“, erklärt Sie betrübt. Tröstend weist Vereinskollege Tuchny auf die Note sehr gut für die anderen drei Tiere hin.

Jugendmeister wurde Matthias Pfister aus Klein-Umstadt mit der Rasse Alaska. Der 17-Jährige züchtet seit elf Jahren.

Zu den Kreismeistern gehört auch Helmut Blickhan aus Eppertshausen. Schön sehen die schwarzbraunen Langohren der Rasse Lohkaninchen schwarz aus. Die Preisrichter gaben ihnen exzellente Noten, mit 385,5 Punkten erhielt Blickhan eine der höchsten Bewertungen dieser Ausstellung.

Das Kaninchen „Didi“ holt er für ein Foto aus dem Käfig. Didi hat aber zu viel Angst und präsentiert sich nicht so recht. Seit 29 Jahren züchtet der Meister.

Sein Sohn wünschte sich seinerzeit ein Tier. Einen Hund wollten die Blickhans nicht und auch keine Katze. Mit Geflügel hatte die Familie nichts im Sinn. So kam Blickhan zur Kaninchenzucht und die ließ ihn nicht mehr los.

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