Großeinsatz in der Bachgasse

Jugendlicher erleidet Stichverletzungen

+
Ein Großaufgebot an Polizei eilte gestern zu einer Messerstecherei in der Groß-Zimmerner Bachgasse.

Groß-Zimmern - Einen unruhigen Sonntagnachmittag erlebten gestern die Anwohner der Bachgasse: Fünf Polizeiwagen und mehrere Krankenwagen fuhren um kurz nach 15 Uhr vor, als eine Messerstecherei im ältesten Teil von Groß-Zimmern unter zwei türkischen Familien gemeldet wurde. Von Michael Just

Der Rettungswagen transportierte kurze Zeit später einen verletzten 16-Jährigen mit seinem Vater ins Kreiskrankenhaus nach Groß-Umstadt. Der Jugendliche soll Stichwunden im Rücken beziehungsweise an der Schulter aufweisen.

Der Tathergang ist noch unklar. Die Polizei riegelte das betroffene Haus mit Absperrband großräumig ab. Die Durchfahrt der Bachgasse war für rund zwei Stunden nicht möglich. Die Befragung der Zeugen zog sich über den gesamten Nachmittag hin, dazu nahm der polizeiliche Erkennungsdienst seine Arbeit auf. Wie die Tante des Opfers berichtete, habe eine größere Katastrophe nur dadurch verhindert werden können, dass der Bruder des verletzten Jugendlichen diesem mit Pfefferspray zu Hilfe kam.

Unbestätigt blieben bis gestern Abend auch Aussagen von Passanten, dass es sich bei dem Angreifer um einen Erwachsenen handeln soll, der „aufgebracht und ohne zu zögern“ sofort zugestochen habe. Passanten am Straßenrand wollen gehört haben, dass mit dem Täter weitere Erwachsene gekommen waren, die beim Betreten des Hauses lautstark angekündigt haben sollen „hier passiert gleich was!“

Was letztlich der Auslöser für die Messerattacke war, liegt noch im Dunkeln. Bis zum Abend gab die Polizei darüber noch nichts bekannt.

Zeugen vor Ort berichteten, dass es wohl die Einmischung der Brüder in den lautstarken Streit eines Ehepaares war, das im gleichen Haus wohnt und tagtäglich laut gestritten haben soll.

Kommentare