Mord zwischen Birken und Düsenjägern

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Gemütlich und unterhaltsam war das literarische Picknick am Samstagabend. Viele Zuhörer genossen die vorgetragenen Kriminalgeschichten der verstorbenen Groß-Zimmerner Autorin Andrea C. Busch. Nicht weil Verdächtige hinter den Wolken gesucht wurden, sondern wegen des störenden Lärms gingen die Blicke immer wieder gen Himmel.

Groß-Zimmern - Eine Moritat zum Schaudern gab es zur Einstimmung auf das Literarische Picknick am Samstagabend. Ein selbst geschriebenes Krimi-Lied trug Bernd Ebert zur Gitarre vor. Von Ulrike Bernauer

Im Krimi-Genre blieb der Abend auf der Birkenruhe. Karin Göttmann und Ira Drewitz lasen Spannendes aus der Feder der Groß-Zimmerner Autorin Andrea Busch, die im vergangenen Jahr plötzlich verstorben ist.

Gespannt lauschten die zahlreichen Zuhörer der Geschichte „Der Mann von nebenan“, die Göttmann ausdrucksvoll vortrug.

Schon der Beginn der Geschichte ließ kein Happy-End erwarten und es kam wie es in einem Krimi kommen muss, nämlich tödlich. „Der Rosenkrieg“, gelesen von Drewitz, bescherte neben einem überraschenden Ende auch den Zuhörern auch einigen Grund zum Lachen.

Belohnt wurden dann die, die besonders aufmerksam zugehört hatten. Eine Liste mit sechs Preisfragen wurde verteilt.

Wer die richtigen Antworten wusste, hatte die Chance einen Picknickkorb zu gewinnen oder einen Buchgutschein aus einer der Zimmerner Buchhandlungen.

„Ich will der AG Lesen ein anderes Gesicht verpassen“, sagte Drewitz. Dazu gehöre es auch, einmal andere Örtlichkeiten für Lesungen aufzusuchen. Ein Konzept, das aufgegangen ist.

Eine Störung brachten nur immer wieder die Flugzeuge, die alle paar Minuten über die Birkenruhe hinweg flogen.

Wegen des übertönenden Fluglärms mussten beim Lesen Pausen gemacht werden, denn die Düsenflieger waren wesentlich lauter als die Stimmen der Vorleserinnen.

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