Europawahl

Wer morgen alles wählen darf

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Groß-Zimmern - Morgen ist Europawahl. Um möglichst allen Menschen in Groß- und Klein-Zimmern die Stimmabgabe zu ermöglichen, ist das Rathaus am Sonntag von 8 Uhr bis zum Ende der Stimmabgabe geöffnet. Von Gudrun Fritsch 

Anschließend kann man zuschauen, wie im Verwaltungsgebäude Stimmen gezählt und Ergebnisse aus den Bezirken zusammen getragen werden, die dann an den Landkreis sowie das statistische Landesamt weitergeleitet werden. Noch eine Stunde danach wird ein Ansprechpartner vor Ort ausharren, um eventuelle Nachfragen zu beantworten. Eine Präsentation per Beamer ist nicht geplant, da das Interesse an den lokalen Ergebnissen hier nicht so bedeutend ist. Wie bei den letzten Wahlen, gibt es auch diesmal sieben Wahllokale in der Mehrzweckhalle sowie eines im Klein-Zimmerner Kindergarten Blumenstraße. Hinzu kommen zwei Briefwahlbezirke.

Laut Verzeichnis sind in Zimmern 9 847 Personen wahlberechtigt, hiervon hatten bis Mitte der Woche 936 die Briefwahlunterlagen beantragt. Bei der letzten EU-Wahl 2009 nutzten lediglich 607 Personen diese Art der Stimmabgabe. Daraus Schlüsse zu ziehen, dass die Beteiligung - damals lag sie bei 32,3 Prozent - diesmal wesentlich höher liegen wird, wäre jedoch zu früh, meint Wahlleiter Stefan Herbert: „Längst nicht alle Briefwahlunterlagen kommen auch zurück, außerdem sind nicht immer alle Stimmen gültig.“ Mit 80 Helfern wird er die Auszählung vornehmen. Im Notfall könnte es sein, dass im letzten Moment noch jemand einberufen wird. „Wir sind guten Mutes, dass es nicht so lange dauern wird. Schließlich gibt es diesmal nur ein Kreuzchen zu machen.“ Bei den Wählern nicht Deutscher Nationalität aus 14 EU-Ländern liegen die Italiener mit elf Personen an erster Stelle, auf Platz zwei folgen die Griechen mit sieben Berechtigten. Außerdem können jeweils sechs Polen und Franzosen, fünf Briten, vier Kroaten, je zwei Portugiesen und Niederländer sowie je ein Spanier, Däne, Ire, Lette, Litauer und Österreicher in Zimmern wählen.

Das Verhältnis von Männern und Frauen ist mit rund 120 mehr Wählerinnen relativ ausgeglichen. Der Anteil der Erstwähler ist aus der Statistik nur schätzungsweise zu erkennen, da hier lediglich Altersgruppen aufgeführt werden. Die 18 bis 24-Jährigen machen demnach mit 953 Personen fast zehn Prozent aus, wenn sie denn wählen gehen. Dem gegenüber stellen die über 70-Jährigen mit 1 659 Personen eine fast doppelt so große Gruppe. Die vorläufigen Wahlergebnisse aus den 23 Städten und Gemeinden des Landkreises Darmstadt-Dieburg können am Sonntagabend ab 18 Uhr unter: www.statistik-hessen.de/themenauswahl/wahlen/daten/eu2014/index.html abgerufen werden. Diese Datenbank enthält annähernd zeitgleich mit dem Erfassungssystem des Kreiswahlleiters die in den Städten und Gemeinden ermittelten Ergebnisse der Europawahl.

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