Plan gekippt - Bau der Moschee dennoch untersagt

Groß-Zimmern - Trotz einer Niederlage vor dem Verwaltungsgerichtshof in Kassel (VGH) kann die Gemeinde Groß-Zimmern den geplanten Bau einer Moschee untersagen. Zwar kippte die Kammer den umstrittenen Bebauungsplan - allerdings aus formellen Gründen.

Inhaltlich bezog das Gericht im Urteil keine Stellung. Geklagt hatte die Ahmadiyya-Gemeinde, die im Umkreis von Groß-Zimmern nach eigenen Angaben etwa 300 Mitglieder hat und als weltoffen gilt. Sie sieht den Grund für den geänderten Plan einzig im Bauvorhaben.

Der Fall: Die muslimische Gemeinde wollte in dem Gewerbegebiet eine Moschee bauen. Die Gemeindevertreter von Groß-Zimmern nahmen nach Aussage von Rechtsanwalt Thomas Berg den Ahmadiyya-Bauantrag aber zum Anlass, „darüber nachzudenken, wie das Gebiet entwickelt werden soll“. Sie entschieden, es dürften dort unter anderem keine Religionshäuser oder Bordelle stehen.

dpa

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