Motive aus 60 Jahren Puppenkiste

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Seit ein paar Jahren ins Protokoll aufgenommen: Die Kerbtaufe im Wasser der Gersprenz.  

Groß-Zimmern - Nur noch wenige Wochen trennen uns vom größten Fest der Gersprenzgemeinde: der Zimmerner Kerb. Hinter den Kulissen laufen die Vorbereitungen für das Traditionsfest, das vom 24. bis 27. August gefeiert wird, auf Hochtouren.

„Nerven bewahren, Probleme konstruktiv lösen“, gibt der Vorsitzende des Kerbvereins Thomas Beutel die Marschrichtung vor.

Beutel ist einer von fünf Aktiven im Kerb-Organisationsausschuss (KOA). Hier mischt auch der Vorstand des aktuellen Kerbborschte-Jahrgangs 1993/94 mit, der die Organisation tatkräftig unterstützt. Laurin Uebel steht den Grün-Weißen vor. 38 Mann zählt die geburtenstarke Truppe in diesem Jahr – „und zwei Frauen!“, wie die Borschte am Tisch grinsend berichten. Zwei? Ist das Kerbmädchen ein Zwilling? Mitnichten, die Kerb-Bobbe ist ja auch feste (weibliche) Größe und darf bei der Aufzählung nicht vergessen werden.

Gesänge sind laut, textsicher und stimmig

Mit dem runden 60. Geburtstag der Augsburger Puppenkiste, war das Motto der Kerb 2013 rasch gefunden. „Jim Knopf und die wilde 13“, oder auf zimmnerisch: „Ob Bleschbixearmee orrer Don Blesch, ob Urmel orrer Kallewirsch un seine Bande, ob Bilbo - sie ruffe all’: die Kerb is do!“

Um sich auf das große Volksfest einzustimmen und als geschlossene Gruppe aufzutreten, treffen sich die „Grie-Weißen“ bereits seit Monaten. Die Gesänge, dies haben sie mehrfach bewiesen, sind laut, textsicher und stimmig. Weil es praktisch ist, Eltern mit im Boot zu haben, wurde auch hier die Werbetrommel gerührt.

Kerb ist „nie Routine“

Nach einem Kennenlerntreffen im Vorjahr wird die Elternschaft nun aktiv in die Vorbereitungen eingebunden. Den Kerbkranz winden, die „Rolle“ für den Umzug schmücken oder die Kutsche für das Kerb-Dreigestirn dekorieren, da müssen Mütter und Väter mit an Bord.

Weil Kerb „nie Routine ist“, so Beutel, gelte es stets zu reflektieren und zu überdenken. So gibt es in diesem Jahr ein modifiziertes Sicherheitskonzept. „Wir wollen unserer Verantwortung beim Jugendschutz Rechnung tragen“, betont das KOA-Team und bittet beim Publikum um Verständnis.

Verschiedenfarbige Eintrittsbändchen

In diesem Jahr wird es verschiedenfarbige Eintrittsbändchen geben, um mit einem Blick das ungefähre Alter der Besucher zu erkennen: eine Farbe kennzeichnet Gäste über 16, eine weitere jene über 18 Jahren. So wird es überflüssig, beim Alkoholausschank jedes Mal eine Ausweiskontrolle duchzuführen. Auch wenn das (personell aufgestockte) Sicherheitspersonsal den Zutritt zur Mehrzweckhalle weiterhin kontrolliert, läuft auf diese Weise vieles unkomplizierter. Besucher zwischen 16 und 18 Jahren werden ab 24 Uhr rigoros nach Hause geschickt. Jüngere müssen bereits ab 22 Uhr den Heimweg antreten.

Ein Eintrittsbändchen für die Veranstaltungen auf dem Roten Platz und in der Mehrzweckhalle sollte man sich rechtzeitig sichern. 2 800 Besucher werden zum Kerbspektakel eingelassen. Im Vorjahr waren an der Abendkasse nur noch wenige Bändchen zu bekommen. 

ula

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