Musikalische Früherziehung

Groß-Zimmern - (bea) Es klingt und tönt laut am Freitagnachmittag in einem Nebenraum des Jugendzentrums (JuZ). „Jetzt legt eure Instrumente bei Seite“, sagt Thilo Heß, „wir üben mal den Takt“. Auf eins und drei sollen die acht Kinder in die Hände klatschen. Die meisten kriegen das auf Anhieb hin, bei dem ein oder anderen gibt es noch Verzögerungen.

Es ist die zweite Unterrichtsstunde der musikalischen Grundausbildung des Fanfarencorps.

Zehn Kinder im Alter zwischen sechs und acht Jahren sind dem Verein beigetreten und werden musikalisch geschult. „Die Kleinen sollen vor allem Spaß an der Musik und am gemeinsamen Musizieren haben“, sagt der stellvertretende Vereinsvorsitzende Hess. Er ist mitverantwortlich für die musikalische Früherziehung und hat sich ihr mit Leib und Seele verschrieben.

Mit verschiedenen Schlaginstrumenten, Sina hat eine Zimbel in der Hand und Hendrik ein Tamburin, geben alle zusammen den Takt an. „Jetzt schlagt mal nur zur eins“, sagt Björn Schneberger und zählt von eins bis vier.

Die Kinder lauschen gespannt und so manches „Bong“ ertönt ommt zu früh oder zu spät. Nach und nach setzt sich jedoch ein einheitlicher Rhythmus durch.

Der Unterricht wird noch eine Weile lang mit ganz einfachen Instrumenten erfolgen. Die Fanfarenbläser wollen die Kinder erst später an ein Instrument heranführen. Für ein Halbjahr haben sich die Kinder erst einmal angemeldet. „Wir wollen ihnen die Möglichkeit geben, dann zu entscheiden, ob sie weitermachen wollen“, so Heß.

Erst nach einem Jahr sollen sich die Nachwuchsmusiker entscheiden, ob sie an einem Schlag- oder an einem Blasinstrument ausgebildet werden möchten. Langfristiges Ziel ist es, die Kinder allmählich in das Jugendorchester und später in das Fanfarencorps einzugliedern. Um ihre Fähigkeiten auszubauen, werden die jungen Musiker dann auch einzeln am Vollinstrument unterrichtet.

Aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Zunächst gibt es für die Anfänger einen weiteren Schwierigkeitsgrad beim Klatschen. Es gilt aufzustehen, im Rhythmus zu gehen und gleichzeitig zu klatschen. Marschieren müssen die Musiker ja schließlich auch, wenn sie beispielsweise bei der Kerb im Umzug mit gehen.

Hendrik ist ganz ernsthaft bei der Sache und denkt schon voraus. Ein Programmheft des Jubiläumsjahrs hält er in der Hand und seine Augen leuchten, als er von einem Pokal-Spielen liest. Ein bisschen enttäuscht ist er, als er erfährt, dass er bei diesem Wettstreit noch nicht mitmachen kann. „dann spielen wir im nächsten Jahr bei der Meisterschaft mit“, meint er.

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