Wohnzimmerauftritte von Diana Sink ein voller Erfolg

Mit 22 Konzerten mehr als 3500 Euro ersungen

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Diana Sink (mit Gitarre) hat bei 22 Konzerten 3 536,20 Euro ersungen. Das Geld wird nun im Rahmen der Hilfsaktion „Von Hand zu Hand“ ausgegeben, für die Emanuel Popescu den Scheck entgegennahm.

Groß-Zimmern - Vor einigen Wochen berichtete der Lokal-Anzeiger über die Musikerin Diana Sink und ihren Plan, in der Vorweihnachtszeit bei Wohnzimmer-Konzerten oder auf kleineren Veranstaltungen anstelle einer Gage nach dem Auftritt um eine Spende für den „Treffpunkt Jesus“ zu bitten. Von Jens Dörr 

Im Beisein einiger Unterstützer sowie von Vertretern des Hilfsprojekts „von Hand zu Hand“ überreichte sie nun die ersungenen Spenden: Bei 22 Konzerten kamen exakt
3536,20 Euro zusammen. Die christliche Gemeinde aus Haibach bei Aschaffenburg leistet unter dem Namen „Von Hand zu Hand“ Sozialarbeit in der rumänischen Stadt Petrosani, aus der auch Sink selbst stammt. Allerdings ist die 23-jährige Sink bereits als kleines Kind nach Deutschland gekommen. Dass die Spendenübergabe beim European Horse Show Team am Dieburger Großwiesenweg stattfand, war dabei kein Zufall: Auf dem dortigen Weihnachtsmarkt fand einer der auch finanziell erfolgreichsten Auftritte Sinks statt. 600 Euro kamen allein dabei zusammen – was mit den 600 Euro, die Sink für ihren Auftritt beim „Hüttenzauber“ im Weinhof Reinheim erhielt, der Spitzenwert war. Auch Weinhof-Vertreter kamen zur Spendenübergabe und würdigten dabei noch einmal nicht nur die Aktion als solche, sondern auch die Qualität der musikalischen Darbietung der Groß-Zimmernerin. Auch ihr Ansatz, nicht einfach um Geld zu bitten, sondern dafür eine hochwertige Gegenleistung zu erbringen, wurde gelobt.

Sink selbst fand ebenfalls nur positive Worte für die Erfahrungen der zurückliegenden Wochen: „Ich habe dabei ganz viele nette Leute kennengelernt.“ Jeder Auftritt sei auf seine Weise schön und einzigartig gewesen. „Durch den Zeitungsartikel hat sich die Sache rumgesprochen“, berichtete die Sängerin. Fortan wurde sie in Groß-Zimmern und Dieburg gebucht, aber auch in Ober-Ramstadt, Fränkisch-Crumbach und im Raum Offenbach. „Beim kleinsten Konzert habe ich für fünf Leute gespielt, bei den größten für mehrere hundert“, erzählte sie. Feiern von Sportvereinen oder den Dieburger Musikanten waren ebenso unter den Einladungen zu finden wie Privatleute an Geburtstagsfeten, Weihnachtsmarkt-Veranstalter oder Seniorenheime. „Um ,Last Christmas’ kam in dieser Zeit natürlich keiner herum“, lachte Sink bei der Übergabe. Auch einen Rumänisch-Crashkurs habe sie im Zuge einiger Songs in dieser Sprache gegeben.

So wirkt Musik auf unseren Körper

Ob sie ihr außergewöhnliches Engagement in der nächsten Adventszeit fortsetzen werde, ließ Diana Sink offen. „Vom Aufwand her war’s viel in dieser kurzen Zeit, zumal ich noch meine Bachelor-Arbeit schreiben musste.“ Trotz aller Anstrengung habe sie bei alldem „ganz viel gewonnen“. Für das Projekt „Von Hand zu Hand“ würde sich Emanuel Popescu, der bei der Spendenübergabe den überdimensionalen Symbolscheck entgegennahm, dies freilich wünschen. Mit dem Geld soll unter anderem Schulausrüstung für rumänische Kinder (20 bis 25 Euro pro Kind und Schuljahr) bei örtlichen Geschäften in Rumänien gekauft und das subventionierte Mittagessen für arme Menschen in Diana Sinks rumänischer Geburtsstadt weiter angeboten werden.

Zudem peile man mit dem Geld an, zunehmend Besuche bei armen, kaum mobilen und alleinstehenden älteren Rumänen zu finanzieren. Die gut 3500 Euro, die die Goldkehle der Groß-Zimmernerin eingebracht haben, machten in diesem Jahr den Löwenanteil des gesamten Spendenaufkommen für „Von Hand zu Hand“ aus.

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