Interview: Hans Peter Wejwoda verrät, warum er den LA verlässt

Nach 22 Jahren Wechsel ins Rathaus

Hans Peter Wejwoda verlässt die Anzeigenabteliung unserer Zeitung und wechselt ins Rathaus, nicht ohne ein Bein in der Tür zu lassen.  J Foto: Friedrich

Groß-Zimmern J Seit 1991 ist Hans Peter Wejwoda (53) beim Groß-Zimmerner Lokal-Anzeiger. Nach der Ausbildung beim Autohaus Kistner hat er als kaufmännischer Angestellter bereits 1981 bei LA-Gründer Heinrich Nelius angefangen.

Nach der Übernahme durch die „Dieburger Anzeiger AG“ und einer kurzen Zwischenpause arbeitete der Urzimmerner bis heute in der Dieburger Redaktion des LA als Anzeigenverkäufer und Sportredakteur. Nun verlässt „unser Hansi“ die Zeitung und wechselt zum 1. Juli ins Zimmerner Rathaus.

Redakteurin Gudrun Fritsch stellte ihm Fragen.

Warum gehst du, Hansi?

Ich habe schon vor Jahren beschlossen, dass ich hier höchstens bis zu meinem 58. arbeiten will. Als ich mich dann im Rahmen der „Sozialen Stadt“ engagiert und den Verein „Bel(i)ebt Groß-Zimmern“ mitgegründet habe, wuchs der Wunsch, in diesem Sinne auch nach Abschluss des städtebaulichen Projektes für den Verein weiterarbeiten zu können. Mich mit meinen Fähigkeiten und gemeinsam mit Tom Hicking und anderen Engagierten dafür einzusetzen, Groß-Zimmern voran zu bringen, das ist mein Wunsch. Das schien bis vor kurzem aber alles in weiter Ferne. Im Herbst habe ich jedoch arbeitsbedingt schon entschieden, dass ich keinen Kürbismarkt mehr in gewohnter Weise organisieren will.

Wie kam es zu der Bewerbung auf die Stelle im Rathaus?

Nachdem ich vor einiger Zeit beruflich eine sehr anstrengende Zeit hinter mir hatte, lief es jetzt eigentlich sehr gut. Ich habe sehr nette Kollegen und mit Geschäftsstellenleiter Nico Becker auch einen guten Freund. Deshalb habe ich erst gar nicht reagiert, als die Stelle für Sport, Kultur und Öffentlichkeitsarbeit im Rathaus ausgeschrieben wurde. Aber Freunde haben mich angesprochen und gesagt: Das ist doch genau das Richtige für dich. Auch meine Frau Martina riet mir zum Wechsel. Auch wenn ich weniger verdienen sollte, ist ein großer Vorteil, dass es eine Zweidrittel-Stelle ist. das bietet den Vorteil, dass ich für unsere Tocher Luisa (5) mehr Zeit haben werde. Meine Mutter, Maria Wejwoda, ist jetzt 89 Jahre alt. Auch für sie ist es besser, wenn ich mehr zu Hause sein kann. Meinen Kolleginnen und Kollegen in Dieburg danke ich für die angenehme Zeit.

Was wirst du künftig tun?

Neben dem Amt für Sport und Kultur übernehme ich die Öffentlichkeitsarbeit im Rathaus. Ich werde für die Homepage zuständig sein, Räumlichkeiten vergeben und Feste oder Veranstaltungen mit organisieren. Ich rechne mit rund 30 Prozent reiner Verwaltungstätigkeit, der Rest wird wohl recht kreative Arbeit sein. Vielleicht kann ich auf Vereinsebene ja endlich auch lange gehegte Ideen umsetzen wie eine „Zimmern-Card“.

Und unseren Lesern gehst du auch nicht ganz verloren, oder?

Stimmt. Ich werde als freier Mitarbeiter auch künftig Sportberichte und natürlich auch Fotos liefern und engen Kontakt zur Redaktion des LA halten. Viele werde ich gewiss auch bei meiner neuen Tätigkeit wiedersehen. Als Vereinsmensch liegt mit dieser Part natürlich besonders am Herzen.

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