Nach 40 Jahren wieder vereint

Jahrgang 1953/54 feiert mit verloren geglaubtem Kerbborscht

Groß-Zimmern - Mit „Weck und Worscht“ rüstete sich der Jahrgang 1953/54 am Sonntag für die Feier der „Zimmner Kerb“. Von Ursula Friedrich

Die stand unter besonderen Vorzeichen. Und das nicht nur, weil der Jahrgang um Kerbvadder Helmut Bechthold seine 40. Kerb feierte. In ihrer Mitte begrüßte die Feierrunde einen Mitstreiter, der viele Jahre für eine Lücke in der Reihe des Kerbborschtejahrgangs gesorgt hatte: Horst Grüberl war aus den USA angereist.

Den weiten Weg aus Kansas hatte der Groß-Zimmerner angetreten, der 1977 mit seiner Familie nach Übersee auswanderte. „I took the Chance“, schmunzelte Grüberl am Sonntag - mit der deutschen Sprache tut er sich inzwischen etwas schwer. „Zimmnerisch geht besser“, riet der ehemalige Klassenkamerad Gerhard Düsel, der sich über den Besuch des Freundes riesig freute.

Gemeinsam hatten beide die Schulbank gedrückt, bei Elektro-Poth eine Ausbildung gemacht und die Zimmerner Kerb gefeiert. Schließlich hatten sie jedoch den Kontakt verloren.

Den vielen Jahren und der großen Distanz zweier Kontinente zum Trotz, wurde die Freundschaft mehr als 30 Jahre später nach nur fünfzehn Minuten neu belebt.

Grüberl bemühte die Internetsuchmaschine Google und wurde in Skype fündig.

Bei seiner Recherche nach dem alten Freund bekam er im Nu eine Antwort - und reiste in die alte Heimat.

Zeit habe er reichlich berichtete er nüchtern, nach schweren Herzproblemen ist er inzwischen pensioniert. Bei der Zimmerner Kerb gab es ein Wiedersehen mit den Kerbborschte des Jahrgangsund natürlich mit Kerbmädchen Renate Gottwald (geborene Fröhlich).

Beim Termin zum Gruppenfoto mit dem LA sagte Grüberl gerührt: „Sie haben mich aufgenommen wie eine Familie.“

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